Scarlett Johansson dachte früh schon an ihr Karriere-Ende
Scarlett Johansson (41) gehört heute zu den bekanntesten Schauspielerinnen weltweit – doch der Weg dorthin war für sie alles andere als einfach. Im Podcast "Armchair Expert" sprach die 41-Jährige nun offen darüber, wie sie sich in den frühen Jahren ihrer Karriere gefühlt hat: "Ich wurde objektifiziert und in ein Klischee gedrängt, sodass mir kaum noch Rollen angeboten wurden, die meinen Interessen entsprachen." Die Folge war ein tiefes Gefühl der Stagnation – und die Angst, dass die Karriere schon vorbei sein könnte, bevor sie richtig begonnen hatte.
Besonders nach Filmen wie "Lost in Translation", in dem sie an der Seite von Bill Murray (75) zu sehen war, habe sie gespürt, wie sie in eine Schublade gedrängt wurde. "Ich war gefangen in dieser seltsamen Form der Hypersexualisierung", so Scarlett im Podcast. Weil viele sie älter und schon lange im Geschäft gewähnt hätten, habe sie das Gefühl gehabt, auf bestimmte Rollen festgelegt zu sein. Zeitweise habe sie sogar geglaubt, ihre Karriere sei vorbei. "War's das jetzt?", habe sie sich gefragt. Dabei war sie bei den Dreharbeiten zu "Lost in Translation" kaum älter als 18 Jahre.
Tatsächlich wurde Scarlett laut Variety trotz hochkarätiger Projekte lange kaum als ernstzunehmende Schauspielerin wahrgenommen – und dafür gleich zweimal zur Sexiest Woman Alive gekürt. Erst 2020 war sie zum allerersten Mal für einen Oscar nominiert – und das sogar gleich doppelt: als Beste Hauptdarstellerin in "Marriage Story" und als Beste Nebendarstellerin in "Jojo Rabbit". Einen Preis gewann sie damals zwar nicht, doch die Nominierungen stehen sinnbildlich dafür, wie weit sie sich von dem engen Klischee entfernt hat, das ihr einst so zu schaffen machte. Zuletzt erklärte Scarlett außerdem, dass sie nicht an eine perfekte Work-Life-Balance glaube, sondern die damit verbundenen Kompromisse akzeptiere.








