Showrunnerin verteidigt die "Unsere kleine Farm"-Neuauflage
Die Netflix-Neuauflage von Unsere kleine Farm ist gerade erst angelaufen und hat bereits eine hitzige Debatte entbrannt. Konservative Stimmen in den USA werfen der Produktion vor, die Vorlage zu stark zu modernisieren. Besonders laut wurde TV-Moderatorin Megyn Kelly (55), die auf X öffentlich davor warnte, die Serie zu "verwoken". Showrunnerin Rebecca Sonnenshine hat sich jetzt in einem Interview mit TheWrap ausführlich zu der Kritik geäußert – und zeigt sich davon wenig beeindruckt.
Für Rebecca hat das Wort "woke" schlicht seinen Bedeutungsgehalt verloren. "Es ist zu einem Sammelbegriff für Dinge geworden, die Menschen nicht mögen", erklärte sie. Ursprünglich stehe der Begriff für das Bewusstsein gegenüber sozialer Ungleichheit – und das sei ihrer Meinung nach etwas Positives. Klar macht die Showrunnerin auch: "Jede Serie, die ich mache, wird diese Haltung haben." Besonders im Zentrum der Diskussion steht die neu eingeführte Figur von Dr. George Tan, einem schwarzen Arzt und Nachbarn der Ingalls. Rebecca stellte klar, dass es diese Person historisch tatsächlich gegeben habe. Gleichzeitig rücke die Serie Rassismus und Vorurteile stärker in den Vordergrund und zeige das Leben der Osage, einer indigenen Gemeinschaft, deren Perspektive in den Büchern und in der klassischen TV-Version weitgehend fehlte. "Es ist 2026 – es wird Zeit, sich mit einigen problematischen Dingen aus den Büchern auseinanderzusetzen", sagte Rebecca, stellte aber ebenso klar: "Ich möchte nicht, dass Menschen diese Bücher wegwerfen. Es sind großartige Bücher."
Neben den inhaltlichen Debatten gibt es auch strukturelle Neuerungen: In Staffel zwei wird die Familie Ingalls nach Walnut Grove in Minnesota aufbrechen – so wie es in den Büchern beschrieben ist. Damit unterscheidet sich die neue Version bewusst von der klassischen Fernsehserie, die über viele Jahre an einem festen Ort spielte. Rebecca möchte stattdessen den nomadischen Charakter der Buchvorlage stärker betonen. Die Produktion der zweiten Staffel läuft bereits, und Netflix plant laut der Showrunnerin, künftig möglichst jedes Jahr eine neue Staffel zu veröffentlichen.










