Marvin Wildhage deckte Lüge auf: Alinas Uni distanziert sich

Marvin Wildhage deckte Lüge auf: Alinas Uni distanziert sich

- Anna Pejsek
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Das LMU-Klinikum München hat öffentlich Konsequenzen gezogen und sich von der Medfluencerin Alina Walbrun, bekannt als Doc Alina, distanziert. Auf YouTube erklärte die Einrichtung: "Alina Walbrun ist nicht mehr am LMU Klinikum tätig. Wir distanzieren uns als Medizinische Fakultät der LMU München und als LMU Klinikum von unwissenschaftlichen Aussagen, die den Grundsätzen einer evidenzbasierten Medizin widersprechen." Auslöser war ein Video des Comedians und YouTubers Marvin Wildhage (30), in dem er enthüllte, dass die Influencerin Werbung für eine vollständig erfundene Krankheit gemacht hatte – und dabei sogar selbst zusätzliche Symptome erfand, die nicht einmal im Briefing des Scheinunternehmens standen.

Besonders brisant: Alina hatte in der Werbung behauptet, diese fiktive Krankheit bereits im Studium kennengelernt zu haben. Auf der Website des erfundenen Unternehmens, die Marvin eigens für seinen Test erstellt hatte, fanden sich laut dem YouTuber mehrere versteckte Hinweise auf den Fake-Charakter der Aktion. Auch eine interne Präsentation enthüllte demnach das Ziel der Kampagne: Es sollten gezielt Frauen angesprochen werden, die "leicht ängstlich gegenüber Krankheiten eingestellt" sein sollten. "Das heißt, wir wollen nichts anderes als Angst verbreiten. Und ich finde, spätestens da muss Alina die Notbremse ziehen und sagen, nicht mal für Geld mache ich dafür Werbung, wenn es nur um Angstmache geht", kritisierte Marvin in seinem Video. Rechtsanwalt Christian Solmecke (52) warnte zudem davor, dass solche Fälle ernsthafte berufliche Folgen haben könnten. "Wer gegen Bezahlung medizinische Unwahrheiten verbreitet und gezielt Angst vor einer frei erfundenen Krankheit schürt, um einen rein künstlichen Markt zu schaffen, der verstößt komplett gegen ärztliche Berufspflichten", erklärte er ebenfalls in dem Video.

Marvin ist für seine Recherche-Aktionen in der Influencer-Welt bekannt. Für das Projekt hatte er kurzerhand ein komplettes Schein-Pharmaunternehmen gegründet und eine Krankheit erfunden, bei der die Nase anschwillt – eine deutliche Anspielung auf die Pinocchio-Geschichte. Der Name der fiktiven Firmenleiterin lautete "Dr. Geppetto". Alina ist auf Instagram mit rund 300.000 Followern eine der bekanntesten Medfluencerinnen im deutschsprachigen Raum. Laut LinkedIn war sie bis Mai 2026 Studentin an der LMU und dort von Februar 2022 an auch als Doktorandin tätig.

Marvin Wildhage beim VideoDays Festival 2022 in Köln, Halle Tor 2
Imago
Marvin Wildhage beim VideoDays Festival 2022 in Köln, Halle Tor 2
Alina Walbrun, Influencerin
Instagram / alina.walbrun
Alina Walbrun, Influencerin
YouTuber Marvin Wildhage im April 2025
https://www.youtube.com/watch?v=rnCVlVSE5pI&t=633s&ab_channel=Marvin
YouTuber Marvin Wildhage im April 2025
Welche Konsequenz fändet ihr für Doc Alina jetzt am passendsten?