Maren Gilzer enthüllt: Darum scheiterte das "Glücksrad"

Maren Gilzer enthüllt: Darum scheiterte das "Glücksrad"

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
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Maren Gilzer (66) war jahrelang das Gesicht des TV-Klassikers "Glücksrad". Jetzt spricht sie mit Julian Schlichting und Frank Brendel vom YouTube-Kanal "Glücksrad" offen darüber, warum die Sendung letztlich scheiterte und wie sie die Zeit hinter den Kulissen wirklich erlebt hat. Obwohl die Show zwischen vier und sieben Millionen Zuschauer erreichte, sei der Druck der Senderverantwortlichen immer größer geworden, das Publikum zu verjüngen. "Die Quoten waren zwischen vier und sieben Millionen", erinnert sich die Schauspielerin. Trotzdem habe man bei Sat.1 darauf bestanden, jüngere Zuschauer anzusprechen. Als Fred Kogel den Sender übernahm, war das Ende der Sendung besiegelt und Maren wusste davon als eine der Ersten, weil ihr damaliger Lebensgefährte und Manager mit Kogel befreundet war. Die Nachricht musste sie jedoch zunächst für sich behalten. "Die haben immer gesagt: Bei den Quoten werden die das nicht einstellen", erzählt sie über die ungläubigen Reaktionen ihrer Kollegen.

Die Schauspielerin übt dabei auch deutliche Kritik an den späteren Neuauflagen des Formats. Ihrer Ansicht nach hätten die Verantwortlichen nie wirklich verstanden, was die Sendung ursprünglich so erfolgreich gemacht habe. "Leider wissen sie nicht, wie man es macht", sagt sie. Statt den nostalgischen Charakter zu bewahren, habe man versucht, das Format zwanghaft zu modernisieren, was laut Maren schlicht nicht funktioniere. Auch intern habe sie sich während ihrer "Glücksrad"-Zeit häufig ausgebremst gefühlt. Immer wieder musste sie dafür kämpfen, auch sprechen zu dürfen. Als bei Sondersendungen externe Moderatorinnen eingesetzt wurden, war sie enttäuscht. "Das war so ein Punkt, wo ich sauer war", erzählt sie. Produzent Gerrit Neuhaus, den sie einerseits als "Vater des Glücksrads" bezeichnet, habe andererseits ausgeprägte Macho-Züge gezeigt und vor allem männliche Moderatoren gefördert.

Bemerkenswert sind auch Marens Schilderungen über ihr Verhältnis zu Moderator Peter Bond (73). Anfangs sei die Zusammenarbeit schwierig gewesen, weil sie mit seinem Auftreten wenig anfangen konnte. Erst auf einer gemeinsamen Reise nach Orlando habe sie ihn direkt auf sein Verhalten angesprochen und ihm geraten, freundlicher mit Mitarbeitern umzugehen. Laut Maren nahm er sich die Kritik tatsächlich zu Herzen. "Er war wie verwandelt", erinnert sie sich. Mit ihrem anderen Kollegen Frederik Meisner verbindet sie dagegen bis heute eine herzliche Freundschaft, regelmäßig tausche man sich noch zu Weihnachten oder Geburtstagen aus. Den Schritt weg vom "Glücksrad" hin zur Schauspielerei bezeichnet Maren rückblickend als mutige Entscheidung, die sie heute wahrscheinlich nicht mehr so treffen würde. Damals habe sie bewusst auf ihre eigentliche Leidenschaft gesetzt und mit ihrer Rolle in In aller Freundschaft schließlich den erhofften Erfolg erzielt.

Schauspielerin Maren Gilzer am 18.06.2025 in Hamburg
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Schauspielerin Maren Gilzer am 18.06.2025 in Hamburg
Frederic Meisner, Maren Gilzer und Peter Bond bei "Glücksrad" im SAT.1-Studio
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Frederic Meisner, Maren Gilzer und Peter Bond bei "Glücksrad" im SAT.1-Studio
Maren Gilzer im Mai 2023 in Berlin
Getty Images
Maren Gilzer im Mai 2023 in Berlin
Absetzung trotz vier bis sieben Millionen Zuschauern: Wie bewertet ihr die Entscheidung?