Zu lange Drehs: Robin Williams schützte "Jumanji"-Kinderstar
Bradley Pierce erinnert sich noch gut an die anstrengenden Drehtage am Set von Jumanji – und daran, wie Robin Williams (†63) damals für ihn und seine Kollegin Kirsten Dunst (44) einstand. In einem Interview mit CBCListen berichtete der Kinderstar jetzt erstmals öffentlich von einem Konflikt, der sich hinter den Kulissen des Familienfilms von 1995 abgespielt hatte. Während der Dreharbeiten zu einer aufwendigen Flutszene stießen die Produzenten mit ihrer Forderung nach Überstunden auf massiven Widerstand – und zwar von keinem Geringeren als Hauptdarsteller Robin.
Acht Tage lang wurde die Szene gedreht, in der die Kinder von einem heftigen Monsun erfasst werden. Bradley, der damals 13 Jahre alt war und in einem aufwendigen Affenkostüm samt Make-up steckte, hatte dabei ernsthafte Probleme zu atmen. "Ich konnte nicht durch die Nase atmen", schilderte er gegenüber CBCListen. Die langen Drehtage seien "wirklich zermürbend für alle" gewesen und hätten ihn "erschöpft" zurückgelassen. Als die Produzenten die Eltern der Kinderdarsteller ansprachen, ob man nicht ein paar Überstunden dranhängen könnte – was laut gesetzlichen Vorschriften eigentlich nicht erlaubt ist –, bekam Robin davon Wind. Er zog Regisseur Joe Johnston und die Produzenten beiseite und machte deutlich, dass das nicht infrage komme. "Er sagte: 'Nein, wir machen keine Überstunden. Ihr lasst jetzt alle gehen und wir kommen nächste Woche wieder'", berichtete Bradley.
Robin Williams, der in "Jumanji" die Hauptrolle des Alan Parrish spielte, war zu diesem Zeitpunkt bereits ein gefeierter Hollywoodstar und Academy-Award-Preisträger. Bradley hob hervor, wie ungewöhnlich es war, dass jemand so deutlich Stellung bezog: "Für all das Geld, das das gekostet hätte, hätte niemand so für uns eingestanden wie er. Er war nicht nur herzlich, großzügig und freundlich, sondern auch sehr beschützend." Williams, der am 11. August 2014 im Alter von 63 Jahren starb, hatte sich bereits mit Kultfilmen wie "Mrs. Doubtfire" in die Herzen des Publikums gespielt.











