Lady Dianas Geheimakte bleibt bis 2082 unter Verschluss

Lady Dianas Geheimakte bleibt bis 2082 unter Verschluss

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min
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Fast drei Jahrzehnte nach ihrem Tod bleibt ein zentrales Kapitel im Fall von Prinzessin Diana (†36) weiterhin unter Verschluss. Ein rund 6.000 Dokumente umfassendes Dossier, das von französischen Ermittlern nach dem tödlichen Unfall in Paris im August 1997 zusammengestellt wurde, lagert bis heute in den Kellerarchiven des Pariser Justizpalastes – bewacht von bewaffneten Beamten auf Staatskosten. Wie das Magazin OK! jetzt enthüllt, wird die Akte frühestens im Jahr 2082 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Grundlage für die Sperrung ist Artikel L. 213-2 des französischen Kulturerbegesetzes, der den öffentlichen Zugang zu bestimmten nationalen Archiven für mindestens 75 Jahre blockiert. Da das Dossier im Jahr 2007 fertiggestellt wurde, ist es frühestens bis 2082 einzusehen.

Quellen berichten jedoch, dass die französischen Behörden die Sperre sogar unbegrenzt verlängern können. Der Justizpalast selbst bestätigte gegenüber dem Newsportal: "Die Ermittlungsakte befindet sich in den Archiven des Pariser Berufungsgerichts. Gemäß Artikel L213-2 des Kulturerbegesetzes kann sie vor Ablauf einer Frist von 75 Jahren nicht eingesehen werden." Die Akte enthält laut Berichten rund 200 Zeugenaussagen, toxikologische Berichte, bislang unveröffentlichte Unfallfotos und Verhörprotokolle aus einer der größten Rechtsinvestigationen der modernen französischen Geschichte – zusammengestellt von 30 Polizeibeamten in einer 18-monatigen Untersuchung. Ein Rechtsexperte, der Teile des Dossiers einsehen konnte, äußerte sich gegenüber dem Newsportal kritisch: "Diese Geheimnistuerei stinkt nach Vertuschung und Verschwörung auf höchster Ebene und ist typisch für die französische Bürokratie."

Dianas Tod am 31. August 1997 im Pont-de-l'Alma-Tunnel in Paris zählt zu den schockierendsten Ereignissen der Royalgeschichte. Die Prinzessin kam gemeinsam mit ihrem damaligen Begleiter Dodi Al-Fayed (†42) und Fahrer Henri Paul ums Leben. Leibwächter Trevor Rees-Jones (58) überlebte den Unfall schwer verletzt als Einziger. Ein britisches Untersuchungsverfahren, das umgerechnet rund 17 Millionen US-Dollar (circa 15 Millionen Euro) kostete, kam 2007 zu dem Schluss, dass Diana und Dodi durch grob fahrlässiges Fahren der verfolgenden Paparazzi und des Chauffeurs Henri Paul rechtswidrig getötet worden seien. Dass das gesamte Dossier kurz vor Beginn dieser Untersuchung von den französischen Behörden zunächst als verschollen gemeldet worden war, sorgte damals für Aufsehen. Anwalt Jean-Louis Pelletier, der einen der Fotografen vertrat, beschrieb seinen vergeblichen Versuch, Einsicht in die Akten zu bekommen, laut OK! Magazin so: "Als ich vor Gericht bat, die Akten einsehen zu dürfen, wurde mir gesagt, sie seien nicht vorhanden. Ich weiß, dass Akten gelegentlich verloren gehen, aber angesichts des Umfangs und der Bedeutung dieser speziellen Akte ist das außerordentlich."

Prinzessin Diana, Juni 1996
Getty Images
Prinzessin Diana, Juni 1996
Prinzessin Diana, April 1983
Getty Images
Prinzessin Diana, April 1983
Prinzessin Diana und Prinz Andrew bei Trooping the Colour in einer Kutsche, Buckingham Palace, London, 13. Juni 1981
Getty Images
Prinzessin Diana und Prinz Andrew bei Trooping the Colour in einer Kutsche, Buckingham Palace, London, 13. Juni 1981
Wie findet ihr die 75-Jahre-Sperrfrist für Dianas Ermittlungsakte?