Keine Versöhnung: 50 Cent schließt Frieden mit Diddy aus

Keine Versöhnung: 50 Cent schließt Frieden mit Diddy aus

- Yasmin Keller
Lesezeit: 2 min
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Eine Annäherung zwischen 50 Cent (51) und Sean "Diddy" Combs (56) wird es wohl nie geben. In der Sendung "TODAY With Jenna and Sheinelle" wurde der Rapper gefragt, ob er sich vorstellen könne, den seit Jahrzehnten schwelenden Streit mit dem inhaftierten Musikmogul irgendwann beizulegen. Noch bevor Moderatorin Sheinelle Jones ihre Frage überhaupt zu Ende formulieren konnte, kam die Antwort: "Nein. Nicht mit ihm", stellt 50 Cent unmissverständlich klar. Seine deutliche Absage sticht besonders hervor, weil der Rapper frühere Konflikte durchaus schon beenden konnte. So ließ er unter anderem die Auseinandersetzungen mit The Game (46) und Nas hinter sich. Auch mit Shyne und Floyd Mayweather fand er nach vorausgegangenen Spannungen wieder Frieden. Bei Diddy zieht 50 Cent dagegen eine klare Grenze und macht deutlich, dass er für diesen einstigen Kontrahenten keine vergleichbare Versöhnung in Betracht zieht.

Die Wurzeln des Zerwürfnisses reichen bis ins Jahr 2006 zurück. Damals brachte 50 Cent den Labelchef öffentlich mit dem Tod des Rappers Notorious B.I.G. (†24) im Jahr 1997 in Verbindung. Diddy wies diese Anschuldigung stets vehement zurück. In den Jahren danach trugen beide ihre Auseinandersetzung immer wieder über soziale Netzwerke und in Disstracks aus. Eine neue Dimension erreichte der Streit 2024: Im Zuge umfangreicher Ermittlungen wurden Diddys Anwesen durchsucht, im September desselben Jahres folgte seine Festnahme. 50 Cent griff die Geschehnisse später als Produzent der Dokumentation "Sean Combs: The Reckoning" auf. Diddy verbüßt derzeit eine 50-monatige Haftstrafe wegen zweier Fälle des Transports über Staatsgrenzen zum Zweck der Prostitution. Von den schwerwiegenderen Anklagepunkten wurde der Musiker dagegen freigesprochen. Dazu gehörten organisierte Kriminalität und Sexhandel durch Zwang, Betrug oder Nötigung.

Zuletzt kursierten Berichte, wonach sich Diddy die Netflix-Doku seines Erzrivalen ausgerechnet im Gefängnis angesehen haben soll. Im FCI Fort Dix in New Jersey soll er dafür laut Aussagen früherer Mithäftlinge ein manipuliertes Tablet mit eigentlich gesperrten Streamingdiensten genutzt haben. Im Interview kam der Produzent auf diese Schilderungen zu sprechen und verwies zugleich auf den Erfolg des Projekts: "Alle haben sie gesehen. Sie war in 31 Ländern auf Platz eins", erklärt der 51-Jährige bei "TODAY With Jenna and Sheinelle". Auch inhaltlich verteidigt der Produzent das Format. "Ich finde, es war die beste Dokumentation, die über ihn veröffentlicht wurde. Sie war fair", betont er. Einen Seitenhieb kann sich 50 Cent dennoch nicht verkneifen: "Ich hatte nicht erwartet, dass er ein geknacktes Tablet besitzt, das in der Einrichtung als Schmuggelware gilt, aber so bekam er die Gelegenheit, sie zu sehen."

50 Cent und P. Diddy
Getty Images, Getty Images
50 Cent und P. Diddy
50 Cent im Januar 2023
Getty Images
50 Cent im Januar 2023
Sean "Diddy" Combs, Rapper
Imago
Sean "Diddy" Combs, Rapper
Könnt ihr verstehen, dass 50 Cent bei Diddy keine Versöhnung in Sicht sieht?