Luke Perry kämpfte gegen das Image des neuen James Dean

Luke Perry kämpfte gegen das Image des neuen James Dean

- Marina Birner
Lesezeit: 3 min
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Luke Perry (†52) wäre an diesem Sonntag, dem 11. Oktober, 60 Jahre alt geworden. Der 2019 verstorbene Schauspieler wurde mit gerade einmal 24 Jahren über Nacht zum Teenieidol – als wohlhabender Rebell Dylan McKay in Beverly Hills, 90210. Schnell verglich man ihn in Hollywood mit James Dean (†24). Dem Schauspieler war dieser Vergleich allerdings ein Dorn im Auge, wie seine Biografin Margaret Wappler gegenüber Fox News Digital schilderte. Die Parallele zum jung verstorbenen Leinwandstar beunruhigte Luke, da sie ihn dauerhaft auf das Image des rebellischen Frauenschwarms festlegen könnte. Er wollte weder mit James gleichgesetzt noch auf einen einzigen Rollentyp reduziert werden. Sein Wunsch war ein langes Leben mit kontinuierlicher Arbeit und einer möglichst abwechslungsreichen Karriere. Entsprechend deutlich fielen seine Worte zu dem ständigen Vergleich aus: "Ich bin nicht wie er. Ich bin nicht er", soll der Serienstar laut seiner Biografin gesagt haben.

Wie Margaret im Gespräch mit dem Nachrichtenportal weiter erzählte, habe der Vergleich Luke zu Beginn seiner Zeit bei "Beverly Hills, 90210" regelrecht "erschreckt" – sie sprach sogar von "so einer Art Fluch". Zwar habe die Ähnlichkeit mit James dabei geholfen, die Serie bekannt zu machen, gleichzeitig zementierte sie aber ein Image, das der Schauspieler nicht sein Leben lang tragen wollte. Schon 1992 äußerte er seine Sorgen daher in der "Today"-Show offen: "Ich glaube, wenn ich diese James-Dean-Fantasie für sie nicht mehr erfüllen kann, werden sie sich jemand anderen suchen, und ich werde weg sein." Der Rummel um ihn war immens: Zu einer Autogrammstunde im August 1991 kamen rund 10.000 Menschen, wegen Tumulten musste er den Ort schon nach 90 Sekunden wieder verlassen. 1995 stieg er nach fünf Staffeln aus der Erfolgsserie aus. Schon 1994 hatte er dem Magazin Entertainment Weekly gegenüber geäußert, dass er sich nach all dem Trubel danach sehnte, "als Schauspieler wieder bei null anfangen zu können".

Es folgten Rollen in Produktionen wie "Normal Life - Tödliche Illusion", "Pulp Highway" und "Das fünfte Element". 1998 kehrte Luke als Gaststar zu "Beverly Hills, 90210" zurück und blieb bis zum Serienende im Jahr 2000. Mit seinem Alter Ego Dylan McKay schloss er schließlich Frieden: "Ich werde bis zu meinem Tod mit ihm in Verbindung gebracht werden, aber das ist eigentlich völlig in Ordnung. Ich habe Dylan McKay erschaffen. Er gehört mir", erklärte er. Nichtsdestotrotz vermissten ihn viele Fans im Spin-off "90210", das von 2008 bis 2013 lief. Ab 2017 stand er als Fred Andrews in Riverdale wieder im Rampenlicht, außerdem stand er für Quentin Tarantinos (63) "Once Upon a Time... in Hollywood" vor der Kamera. Privat war der zweifache Vater von 1993 bis 2003 mit Minnie Sharp verheiratet, zuletzt war er mit Wendy Madison Bauer verlobt. Am 4. März 2019 starb er mit 52 Jahren an den Folgen eines schweren Schlaganfalls.

Luke Perry in jüngeren Jahren
Getty Images
Luke Perry in jüngeren Jahren
Shannen Doherty und Luke Perry in "Beverly Hills, 90210"
Shannen Doherty und Luke Perry in "Beverly Hills, 90210"
Wendy Madison Bauer und Luke Perry
Getty Images
Wendy Madison Bauer und Luke Perry
Könnt ihr verstehen, dass Luke Perry den Vergleich mit James Dean lieber loswerden wollte?