Angelina Jolie schützt ein riesiges Gebiet in Kambodscha
Angelina Jolies (51) Verbindung zu Kambodscha begann im Jahr 2001 am Filmset: Während der Dreharbeiten zu "Lara Croft: Tomb Raider" lernte die Schauspielerin das südostasiatische Land und seine Bewohner kennen – und ließ es seitdem nicht mehr los. Zwei Jahre darauf erwarb sie in der kambodschanischen Provinz Battambang ein rund 39 Hektar großes Areal. Dieses Grundstück bildete das Fundament für ein Vorhaben, das den anfänglichen Plan weit übertreffen sollte. Aus der anfänglichen Initiative entstand ein umfassendes Schutzprojekt für die Samlaut Multiple Use Area, ein Schutzgebiet von stolzen 60.000 Hektar. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden Kambodschas und der einheimischen Bevölkerung etablierte die Stiftung der Oscar-Preisträgerin feste Strukturen, um der Wilderei, dem illegalen Wildtierhandel und der fortschreitenden Abholzung entgegenzuwirken. Was als privater Landkauf begann, ist damit zu einem der größeren Naturschutzprojekte des Landes geworden.
Der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Projekts sind die einheimischen Ranger, die unermüdlich Kontrollgänge in Samlaut durchführen. Sie unterbinden illegale Machenschaften und überwachen den Zustand der Natur. Seit dem Jahr 2016 genießen diese Naturschützer offiziellen Status als Staatsbedienstete und sind dem kambodschanischen Umweltministerium unterstellt. Das Engagement geht jedoch weit über den reinen Schutz von Flora und Fauna hinaus: Lokale Imker und Landwirte werden gezielt gefördert, um ihre Anbaumethoden zu optimieren und neue Verdienstmöglichkeiten zu generieren. Außerdem entstanden mithilfe der Stiftung Schulen, Brunnen und Gesundheitszentren. Dadurch verbesserte sich vor Ort der Zugang zu Bildung, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. Ein weiterer Schwerpunkt lag von Anfang an darauf, ländliche Gemeinden zu stärken und Flächen, die nach jahrzehntelangen Konflikten mit Landminen belastet waren, wieder nutzbar zu machen.
Die im Jahr 2003 ins Leben gerufene Organisation trug anfänglich den Namen Maddox Jolie-Pitt (25) Foundation und firmiert heute als Maddox Foundation. Sie wurde nach dem ältesten Sohn der Schauspielerin benannt: Maddox erblickte in Kambodscha das Licht der Welt und wurde 2002 von ihr adoptiert. Für Jolie besitzt die Arbeit vor Ort somit eine tief verwurzelte persönliche Bedeutung. Mittlerweile hält sich der Hollywood-Star wieder vermehrt in dem südostasiatischen Land auf. Sie hat Los Angeles bewusst den Rücken gekehrt, um ihre humanitären und ökologischen Projekte direkt vor Ort voranzutreiben. Geleitet wird die Maddox Foundation mittlerweile vollständig von lokalen Verantwortlichen. Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung besteht die Stiftung weiterhin und setzt ihre Arbeit in der Region fort.



























