Vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Oder doch eher umgekehrt? Scheinbar wissen schon alle, wie das morgige Spiel Deutschland gegen Argentinien ausgehen wird.

Mesut Özil (21) verdanken wir diese WM 2010 ja schon eine Menge. Grund genug für der Werderaner stolz zu sein. Für das Viertel-Finale gibt er sich siegessicher: "Ich bin davon überzeugt, dass wir Argentinien schlagen. Also wetten Sie ruhig auf uns", tönt der Stürmer gegenüber der Bild. Gegen Messi habe er immerhin mit der Playstation schon virtuell gewonnen. Ganz schön vorlaut für jemanden, der vom eigenen Team Messi mit Spitznamen genannt wird.

Dabei gilt Messi laut Fußballgott Eusébio da Silva Ferreira als bester Spieler dieser WM. Doch auch Deutschland hat eine Fußballlegende auf seiner Seite: Gerd Müller lobte seinen Namensvetter Thomas Müller (20) für seine drei WM-Tore als seinen persönlichen Favoriten des Turniers. Der hat für das große Spiel gegen die Argentinier ein kompaktes Rezept: "Kämpfen, beißen, laufen".

Mindestens ebenso siegesgewiss geben sich die Argentinier: "Ich habe keine große Sorge. Ich weiß, dass wir besser sind. Wir werden sie in ihrer Hälfte attackieren und gewinnen", so Diego Maradona (49), der nicht mehr mit der deutschen Presse spricht. Das bringe Pech. Ach so abergläubisch, Herr Fußballgott?

Ordentlich Häme teilen alle aus: Ungern denken wir an das Viertelfinale der letzten WM, in dem es nach dem Spiel zum Handgemenge zwischen den Spielern kam und Thorsten Frings gesperrt wurde. Nun fing die Auseinandersetzung schon vor dem Match an. Bastian Schweinsteiger (25) bezeichnete die Argentinier als unfair: "Die Argentinier provozieren gern und sind respektlos". Und Philipp Lahm (26) gibt ihm da recht: "Wir wissen natürlich, dass Südamerikaner nicht verlieren können". DFB-Teammanager Oliver Bierhoff (44) unterstellte den Argentiniern unfaires Spiel: "Die Argentinier sind herzliche, gesellige, freundliche Menschen – aber wenn es auf den Platz geht, vergessen sie dies. Es gibt immer Diskussionen und Provokationen". Maradona regierte sofort auf die vollmundige Kritik: "Was ist mit dir los, Schweinsteiger! Bist du nervös?" Weniger arrogant geben sich die Argentinier aber auch nicht gerade: Maradona erkannte im März Thomas Müller nicht und wollte nicht neben ihm sitzen bleiben und sein Torwart Sergio Germán Romero (23), kam auf einer Presskonferenz in die Bredrouille, weil er Özil nicht kannte.

Andere reagieren da durchaus entspannter: Arne Friedrich (31) meint: "Wir kennen doch die Spielchen der Argentinier. Wir werden uns gut vorbereiten". Und Thomas Müller: "Man muss ja nicht gleich zuschlagen, um zu zeigen, dass man sich nichts gefallen lässt".
Toni Kroos (20) weiß: "Es wird schwerer als gegen England!" Manuel Neuer (24) wünscht sich, dass wir so wenig Torchancen wie möglich zulassen. Trainer Joachim Löw (50) erkennt: "Argentinien hat enorm viele Stärken und es ist nicht so einfach, da auch die Schwachstellen zu erkennen, weil Argentinien für mich ein ganz großer WM-Favorit ist".
Und Özil fasst für wahrscheinlich alle die Situation zusammen: "Wir sind erfolgshungrig". Und wir freuen uns auf das Spiel.

Helene Fischer, Bastian Schweinsteiger und Mats Hummels auf der Fanmeile 2014
Markus Gilliar - Pool /Getty Images
Helene Fischer, Bastian Schweinsteiger und Mats Hummels auf der Fanmeile 2014
Diego Maradona (2.v.l.) beim WM-Eröffnungsspiel 2018 in Moskau, Russland
Getty Images / Gabriel Rossi
Diego Maradona (2.v.l.) beim WM-Eröffnungsspiel 2018 in Moskau, Russland
Mario Götze und Ann-Kathrin Brömmel
Florian Ebener/Getty Images
Mario Götze und Ann-Kathrin Brömmel


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