Als Teenager wurde sie mit der Kelly Family berühmt. Nachdem die Band sich auflöste und die Familienmitglieder eigene Wege gingen, wurde es auch ruhiger um Maite Kelly (31). Doch nach einem Ausflug ins Musical-Genre mit einer Rolle in „Hairspray“ und kleineren Fernsehauftritten, meldete sie sich dieses Jahr bei Let's Dance mit einem Paukenschlag zurück! Schnell tanzte sie sich mit ihrem Charme und ihrer Energie in die Herzen der Jury und der Zuschauer. Am Ende ging sie als Siegerin der Show nach Hause. Seitdem ist die quirlige Künstlerin gefragter denn je. Doch sie will sich nun wieder auf das besinnen, was ihr so sehr am Herzen liegt: die Musik.

Deshalb bringt sie am 16. September ihr Debütalbum als Solosängerin heraus und hofft auf ein musikalisches Comeback. Wie Maite im Interview mit Promiflash verriet, gehen ihre neuen Songs in die Jazz-Richtung, weichen aber auch wieder davon ab, weshalb sie sie nicht dem Jazz-Pop, sondern dem Revue-Pop zurechnet. Sie gesteht weiter, wie fasziniert sie von der Jazz-Welt sei, aber wie viel Respekt und Furcht ihr dieses Genre zugleich auch einflöße: „Ich hatte Angst davor. Denn ich finde diesen Jazz-Begriff total anstrengend, der ist so verkopft. Das bin ich nämlich nicht – ich bin ein Bauch-Mensch. Aber ich mag die Lebensfreude dahinter und die Klamotten – ich laufe ja selbst rum wie ein Retro-Püppchen.“

Trotz ihres großen Respekts vor der Aufgabe, Jazz-Elemente mit neuzeitigem Stil zu verbinden, zögerte sie nicht allzu lange, den Versuch zu wagen: „Dann habe ich auf einmal Trude Herr entdeckt. Dieses 'Ich will keine Schokolade' ist total an mir vorbei gegangen. Dann ist Peter Alexander (✝84) gestorben und ich dachte: 'Stirbt mit ihm jetzt auch eine gewisse (Klang-)Farbe, die es in Deutschland gab?' Ich wollte nicht, dass das vorbei ist. Damit hatte ich eine Art Mission, da war eine Lücke und ich hoffte, dass ich diese Farbe vielleicht mit in die neue Zeit mitnehmen kann.“

Die größte Herausforderung bestand für die Künstlerin irischer Abstammung darin, in Deutsch zu singen. Die Sprache war auch ein ausschlaggebender Grund dafür, warum die Künstlerin, die schon zu Kelly Family-Zeiten auch Songschreiberin war, die Songs ihres Albums nicht selbst schrieb: „Die Plattenfirma wollte, dass ich in Deutsch singe und da dachte ich nur: 'Ui,ui...' Ich bin ja selbst Songschreiberin und denke auch in Bildern, aber ich glaube, ich wäre sehr arrogant gewesen, wenn ich gedacht hätte, ich könnte jetzt auf einmal auf Deutsch schreiben. Somit wusste ich, ich brauche ein gutes Team, um die Farbe, den Geist, den es im Schlagerbereich gab, rüberzubringen. Es ist total kultig. Der Texter (den sie sich ausgesucht hatte) war total ausgebucht, aber ich hatte das Glück, dass er plötzlich eine Lücke hatte, während Let's Dance. Dann saßen wir da und ich habe ihn vollgelabert. Und innerhalb von einer halben Stunde hatten wir auf einmal acht Konzepte. Und so ist das alles entstanden.“

Nun ist Maite natürlich ganz aufgeregt und sehr gespannt, wie die Leute ihr Album aufnehmen werden. Sie betont, dass egal, ob die Kritiken gut oder schlecht ausfallen werden, sie überaus dankbar ist, nach der Kelly Family wieder die Chance bekommen zu haben, sich musikalisch zu verwirklichen.

Maite Kelly und Christian Polanc in der ersten Folge von "Let's Dance" 2011
Friedemann Vogel/Getty Images
Maite Kelly und Christian Polanc in der ersten Folge von "Let's Dance" 2011
Maite Kelly und Florent Raimond in Hamburg 2015
Getty Images
Maite Kelly und Florent Raimond in Hamburg 2015
Ekaterina Leonova und Gil Ofarim bei "Let's Dance" 2017
Florian Ebener/GettyImages
Ekaterina Leonova und Gil Ofarim bei "Let's Dance" 2017


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