Dirk Bach (50) moderiert das Dschungelcamp seit seinem Beginn vor acht Jahren und beobachtet im bissigen Duett mit Sonja Zietlow (43) das Treiben der mehr oder weniger bekannten „Prominenz“ im australischen Urwald. Im Interview mit spiegel-online.de verriet der „Kein Pardon“-Star, wie er wirklich zu der umstrittenen Moderation steht und ob ihn das Schicksal der Dschungel-Kandidaten auch einmal bedrückt: „Das Schicksal von Daniel Lopes (35) geht mir zu Herzen. Er war ja früher schon Kandidat bei DSDS und bei Das Supertalent und gehört damit fast zum Inventar des Senders. Als er bei uns jetzt unter Tränen von seinen privaten Schulden erzählte und von seinem kleinen Sohn, der nicht bei ihm aufwachsen darf, weil Daniel zurzeit keinen festen Wohnsitz vorweisen kann, hat mich das sehr traurig gemacht.“

Trotzdem machen sich Sonja und Dirk einen Spaß daraus, das dargestellte Leid der Dschungelcamper hämisch zu kommentieren: „Mein Gott, man kann doch mitfühlen und trotzdem professionelle Freude an derartigen Geständnis-Inszenierungen haben,“ erklärt sich der Moderator. Er und seine Kollegin seien nicht mit einem Harald Schmidt (54) zu vergleichen, „der seinen Zynismus der ganzen Welt gegenüber“ zelebriere: „Wir amüsieren uns lediglich ein wenig über elf Menschlein, die hier bei uns im australischen Regenwald zurzeit ein paar Urlaubstage verbringen, und zeigen uns als distanzierte, aber durchaus wohlmeinende Gastgeber.“ Die daraus hervorgehende Entwicklung der Kandidaten-Images in der Öffentlichkeit sind Bach eine wahre Freude, der scharfzüngige Mann hat auch nach Drehschluss eine klare Meinung: „Ich finde es wunderbar, wenn Menschen durch ihre Teilnahme am Camp noch etwas über sich selbst herausfinden. Andere müssen dafür eine teure Therapie machen. In unserem kleinen Genesungslager gibt es das noch obendrauf. Und bei allen Zumutungen: Es trifft keine Unschuldigen.“ Dirk Bach steht also klar zu der vielfach geteilten Auffassung „Wer sich ins Camp wagt und sich der breiten Masse öffnet, der muss wissen, was ihn erwartet.“ Er setzt sogar noch einen drauf und bezeichnet die teilnehmenden Menschen als „Langzeitarbeitslose“, denen man auf „freundliche Art bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben behilflich sein“ wolle.

Auch hier scheint der 50-Jährige wieder mit mehr als einem Augenzwinkern zu argumentieren. Er kann es einfach nicht lassen. In dem einen oder anderen Camper-Fall hat die neugewonnene mediale Aufmerksamkeit aber durchaus ein positives Resultat hervorgebracht, da hat er schon recht, der Dirk.

Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de.

Waldbrände in Australien im Januar 2020
Getty Images
Waldbrände in Australien im Januar 2020
Waldbrand in Australien im Januar 2020
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Waldbrand in Australien im Januar 2020
Sonja Zietlow im Mai 2013 in Iffeldorf
Getty Images
Sonja Zietlow im Mai 2013 in Iffeldorf


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