Im Vergewaltigungsdrama bei Alles was zählt zeichnet sich langsam eine Wendung ab, denn endlich kam Ben (Jörg Rohde, 27) hinter das Geheimnis seiner Freundin und konfrontierte sie mit seinem Verdacht der Vergewaltigung. Allerdings will Katja nach wie vor nicht, dass das Thema auch im Gerichtssaal zur Sprache kommt und lieber ins Gefängnis gehen, als den Alptraum noch einmal durchzumachen. Im Interview mit Promiflash sprach nun auch Anna-Katharina Samsel (26) über den Dreh der dramatischen Szenen und darüber, wie sie mit all dem momentan umgeht.

Natürlich hat sich Anna-Katharina auch im Vorfeld mit dem Thema befasst. „Ich habe lange Gespräche mit Psychologen geführt, Berichte, Dokumentationen und Videos gesehen, mit Betroffenen gesprochen und in Foren gelesen. Es ist mir unbegreiflich, warum diese Thematik so wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommt. Auch wenn die momentane Geschichte um Katja sehr umstritten ist, bin ich froh, dass wir es thematisieren. Drei Millionen Menschen schauen jeden Abend AWZ; selbst wenn wir nur drei Menschen damit erreichen, hat sich die Arbeit schon lange gelohnt“, erzählt sie. Das Schwierigste ist allerdings, dass sie sich momentan bei jeder einzelnen Szene selbst so sehr unter Druck setzt, weil sie Angst hat, den Menschen da draußen nicht gerecht zu werden. „Ich habe keinen Einfluss auf die einzelnen Szenen oder den Verlauf der Geschichte. Mein Bestreben liegt darin, diese aber so gut wie möglich zu spielen, denn ich trage eine gewisse Verantwortung bei solch einer Thematik. In so einer Situation darf man sich keine Fehler erlauben und das ist das Schwierige.“

Für Anna war und ist es nicht leicht, diese Thematik zu spielen, die sich mittlerweile über mehrere Monate hinzieht. „Es war absolut nicht einfach für mich das zu drehen. Ich habe mich im Vorfeld sehr lange und sehr intensiv auf diese Herausforderung vorbereitet. Allein das hat mich schon sehr mitgenommen“, so die 26-Jährige. Normalerweise werden die Schauspieler nicht gefragt, ob sie die Storylines spielen wollen, aber in diesem speziellen Fall war es anders. „Wir Schauspieler haben in der Regel gar keinen Einfluss auf die Geschichten. Wir bekommen jede Woche neue Drehbücher, lesen sie und spielen es dann. Aber bei dieser Thematik wurde ich während meiner Auszeit von unserer Chefautorin angerufen und gefragt, ob ich bereit wäre, diese Storyline zu spielen.“ Aber Anna-Katharina hat die Herausforderung angenommen und sich bewusst für diese Szenen entschieden, musste aber schnell feststellen, dass es ziemlich hart wird. „Als ich dann angefangen habe mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, war ich unglaublich geschockt. Ich bin vorher einfach noch nie auf die Idee gekommen, den Begriff 'Vergewaltigung' bei Google einzugeben und was ich daraufhin im Internet zu sehen bekommen habe, hat mich absolut umgehauen“, gibt sie ziemlich mitgenommen zu.

Hinzukommt, dass sie so viel Fanpost und Nachrichten auf ihre Fanseite im Internet bekommt, die sich größtenteils mit der Vergewaltigung befassen, was die Schauspielerin zusätzlich mitnimmt, denn einige Fans haben Ähnliches durchgemacht und teilen ihr dies in ihren Nachrichten mit. „Wenn ich abends im Bett Fanpost lese, oder auf meine Facebook-Seite schaue und Nachrichten von Fans bekomme, denen so etwas widerfahren ist, dann schlafe ich auch um vier Uhr morgens noch nicht. Die Arbeit am Set ist eine Sache; das ist mein Handwerk und damit kann ich umgehen. Das Wissen über die einzelnen Schicksale lässt mich jedoch nicht in Ruhe. Es überfordert mich fast“, gesteht sie.

Wie die Dreharbeiten mit Krunoslav Sebrek, der den Fabian Feldkamp gespielt hat, abliefen und wie es für Katja in Zukunft weitergehen könnte, erfahrt ihr in den nächsten Tagen auf Promiflash.

Auch nach über 14 Wochen ist die Thematik für sie noch immer nicht zur Routine geworden und das Abschalten fällt ihr auch nach Drehschluss noch schwer. „Normalerweise gehe ich abends nach meinem Drehtag gerne noch mit Freunden essen oder zum Sport. Momentan bin ich aber so überrollt nach zwölf Stunden am Set in dieser Verfassung, sodass ich danach wirklich nur noch nach Hause gehe, mich auf die Couch lege und meine Ruhe haben möchte. Das ist körperlich und mental sehr kräfteraubend für mich.“

RTL / Willi Weber
Anna-Katharina SamselRTL
Anna-Katharina Samsel
RTL / Willi Weber


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