Dieter Bohlen (58) packt jetzt die schweren Geschütze aus und zieht vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, um die Bundesrepublik Deutschland zu verklagen. Hintergrund: Eine bekannte Zigarettenmarke hatte auf seine Kosten Werbung gemacht.

Es handelt sich um Plakate, welche auf die Biographie „Hinter den Kulissen“ des Poptitanen aus dem Jahre 2003 anspielen. Da Bohlen in seinen Memoiren über anderen Personen der Öffentlichkeit herzog und intime Details preisgab, musste er etliche Passagen schwärzen. Und genau so stellte sich die Reklame für die Zigaretten da: Etliche Wörter sind durchgestrichen und eine Belehrung an den Hitproduzenten folgt. Aufgrund dessen klagt Dieter wegen Verletzung der Menschenrechte. Gegenüber Bild.de äußerte sich Bohlen dazu folgendermaßen: „Ich verstehe doch Spaß. Aber der hört bei mir als Nichtraucher auf, wenn ein Tabakkonzern auf meine Kosten Werbung macht. Das finde ich nicht in Ordnung.“ Zuvor hatte Bohlen bereits beim Landgericht Hamburg sowie beim Oberlandesgericht gegen den Tabakkonzern gewonnen. Aufgehoben wurde das Urteil dann jedoch vom Bundesgerichtshof. Auch die Verfassungsbeschwerde von Bohlen wurde zurückgewiesen.

Aus diesem Grund bleibt ihm jetzt nur noch eine Möglichkeit: Die Bundesrepublik auf Schadenersatz zu verklagen. Ob Dieter Bohlen damit Erfolg haben wird, zeigt sich in den kommenden Monaten.

Marianne Rosenberg, Mieze Katz, Prince Kay One und Dieter Bohlen bei DSDS, 2014
Getty Images
Marianne Rosenberg, Mieze Katz, Prince Kay One und Dieter Bohlen bei DSDS, 2014
Bruce Darnell, Sylvie Meis und Dieter Bohlen bei "Das Supertalent" 2008
Sebastian Widmann/Getty Images
Bruce Darnell, Sylvie Meis und Dieter Bohlen bei "Das Supertalent" 2008


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