Alle Jahre wieder gehen die Teilnehmerinnen mit kurzen Kleidern und lasziven Bewegungen auf Punktejagd beim Eurovision Song Contest. Doch die Gewinnerin des diesjährigen Wettbewerbs hat bewiesen, dass das Geheimrezept zum Sieg meist ein gänzlich anderes ist.

„Euphoria“ ist zweifelsohne ein Lied mit extremem Hitpotenzial, weshalb er schon vorab als Favorit gehandelt wurde. Doch nicht nur mit ihrer Power-Stimme zog Loreen (28) das Publikum in ihren Bann, auch ihre Performance hob sich von allen anderen deutlich ab. Die Schweden setzten auf eine mystisch anmutende Inszenierung im flackernden Gegenlicht. Ihre Musik versetze sie in eine Art Trance, wie sie bei eurovision.tv erklärte. Ihre Tanzschritte waren an die Bewegungsabläufe des brasilianischen Capoeiras angelehnt. Ursprünglich entwickelte sich dieser Kampftanz, weil die Sklaven, die keine Waffen tragen durften, sich dennoch gegen ihre Sklaventreiber zur Wehr zu setzen wollten.

Als ECS- eilnehmerin vermied Loreen es selbstverständlich wohl wissend, offensichtliche Aussagen zur politisch prekären Situation in Aserbaidschan zu machen, doch sie erklärte, dass ihre Performance Freiheit ausdrücken sollte. Zudem besuchte die Sängerin abseits des Rummels Menschenrechtler in Baku.

Andreas Putting (EBU)
Andreas Putting (EBU)
Thomas Hanses (EBU)


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