Das Bild von Heath Ledger (✝28) mit weißer Schminke und verwischtem roten Mund in seiner Paraderolle als Batmans Gegenspieler, dem Joker, ist vielen von uns ins Gedächtnis gemeißelt. Diese Rolle, hieß es oft, habe den Schauspieler in den Wahnsinn und damit in den Tod getrieben.

Jetzt erhalten wir Einblicke in Ledgers Gedankenwelt. In der deutschen Doku "Too Young to Die" zeigt der Vater des Schauspielers das ganz private Tagebuch seines 2008 verstorbenen Sohnes. Heath selbst erzählte einmal, er habe sich in Vorbereitung auf die Rolle einen Monat lang in einem Hotelzimmer eingeschlossen. Auch sein Vater Kim weiß, dass Heath gern tief in seine Rollen eintauchte. Dieses Mal habe er wirklich viel von sich gegeben. Auf den Tagebuchseiten finden sich neben Comic-Ausschnitten, Clownsbildern und Notizen auch andere Inspirationsquellen. Der Schauspieler orientierte sich zum Beispiel an der Hauptfigur des Filmklassikers "Clockwork Orange", einem Film über Gewalt und Abstumpfung. Auch der Joker aus den Batman-Filmen steht nicht gerade für Nächstenliebe und Sentimentalität. Eine Seite aus dem Tagebuch schockierte Kim besonders. Nach einer Kostümprobe hatte Heath in großen Buchstaben "Bye Bye" quer über ältere Notizen geschrieben. "Es war hart, das zu sehen", sagt sein Vater. Doch es gab beim Durchblättern des Tagebuchs nicht nur Anlass zur Trauer, sondern auch Grund zum Schmunzeln. Er erinnert sich an eine Anekdote aus Heaths Kindheit: "Die Krankenhausszene ist interessant, denn als er ein Kind war, hat seine Schwester ihn gerne als Krankenschwester verkleidet. Er war wirklich lustig in diesem Aufzug. Das war er auch im Film."

Für seine unvergessliche Darstellung des verrückten Schurken wurde Ledger posthum sogar mit einem Oscar ausgezeichnet. Vielleicht nicht zuletzt, weil er mit seiner Rolle verschmolzen ist und alles von sich für die perfekte Darstellung gegeben hat.

Blake Lively und Ryan Reynolds bei der "Deadpool 2"-Premiere
Michael Loccisano/Getty Images
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Mark Wahlberg und Michelle Williams bei der Premiere von "Alles Geld der Welt"
Kevin Winter/Getty Images
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Rebecca Rigg, Nicole Kidman und Naomi Watts, 2001
LUCY NICHOLSON/AFP/Getty Images
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