Wahrscheinlich war es abzusehen, doch nun sind die Würfel auch tatsächlich gefallen. Im April wirbelte die Nachricht, dass Uli Hoeneß (61) sich selbst angezeigt habe, eine Menge Staub auf. Der Präsident des FC Bayern München gestand, eine große Summe Geld nicht ordnungsgemäß versteuert zu haben. Doch die Selbstanzeige kam anscheinend zu spät, um schlimmeres zu verhindern.

Gegen eine Kaution von mehreren Millionen Euro konnte Hoeneß auf freiem Fuß bleiben, doch die Klage rund um das Schweizer Schwarzgeldkonto blieb im Raum, auch wenn der Bayern-Präsident sich zwischenzeitlich zuversichtlich zeigte. Die Staatsanwaltschaft ermittelte und ist nun zu einem Urteil gekommen.

Die offizielle Meldung des Oberlandesgerichtes München lautet: "Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen in dem Verfahren gegen Ulrich H. am 29.07.2013 abgeschlossen und am 30.07.2013 Anklage zur 5. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München II erhoben. Die Anklage, in der dem 61jährigen Präsidenten des FC Bayern München Steuerhinterziehung zur Last gelegt wird, wurde zwischenzeitlich zugestellt."

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II entscheidet nun, ob und wann das Verfahren beginnen wird. Hoeneß soll laut dem Spiegel im Ernstfall auf eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren hoffen.

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