Nachdem schon die Sprecherin von Regisseur Woody Allen (78) Stellung zu den Missbrauchs-Vorwürfen von Dylan Farrow genommen hat, meldete sich der Beschuldigte nun selbst in einem offenen Brief zu Wort. In der New York Times erklärte Woody ausführlich wie seine Ex-Frau Mia Farrow (69) ihre Tochter dazu gebracht hat, ihn des Missbrauchs anzuklagen.

Der Regisseur deklarierte die Vorwürfe nach wie vor als Racheakt. "Ich befand mich im Anfangsstadium einer glücklichen Beziehung zu der Frau, die ich heiraten wollte. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt sollte ich mich entscheiden, eine Karriere als Kinderschänder zu beginnen?", fragte er gleich zu Anfang kritisch. Damals habe er sich nicht einmal einen Anwalt nehmen wollen, als so lächerlich habe er die Beschuldigungen empfunden.

"Mia bestand darauf, dass ich Dylan missbraucht hatte und brachte sie umgehend zu einem Arzt, um sie untersuchen zu lassen. Dylan sagte dem Arzt, dass ich sie nicht belästigt hatte. Dann ging Mia mit ihr Eis essen und als sie mit ihr zurück kam, hatte das Kind seine Geschichte geändert", schrieb der 78-Jährige weiter. Die Schauspielerin trat wohl sogar an eine seiner Ex-Freundinnen heran und bat sie darum, zu erzählen, sie wäre noch minderjährig gewesen, als Woody und sie sich trafen. Dass Mia Farrow im Gegensatz zu ihm keinen Lügendetektor-Test machen wollte, würde zusätzlich ihre Unglaubwürdigkeit demonstrieren.

Kein einziges Mal machte der Regisseur seiner Tochter in dem Artikel einen Vorwurf. Unterstützung bekam er auch von seinem Sohn Moses, der bestätigt, wie stark Mia Farrow der kleinen Dylan damals mit sieben Jahren eingetrichtert hat, ihren Vater zu hassen. "Dieser Brief ist meine letzte Reaktion zu diesem ganzen Thema. Genug Menschen wurden verletzt", endet Woody.

André Previn, Mia Farrow und die Zwillinge Matthew und Sascha
Getty Images
André Previn, Mia Farrow und die Zwillinge Matthew und Sascha
Mia Farrow während des Drehs zu "Rosemarys Baby", 1967
Harry Benson / Hulton Archive / Getty Images
Mia Farrow während des Drehs zu "Rosemarys Baby", 1967
Woody Allen bei einem Screening von "Wonder Wheel"
Dimitrios Kambouris / Getty
Woody Allen bei einem Screening von "Wonder Wheel"


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