Für den deutschen Fußball ist Uli Hoeneß (62) bisher eine feste Instanz gewesen, war sogar auf dem besten Weg, einen ähnlichen Kultstatus wie Franz Beckenbauer (68) zu erreichen. Damit ist es nach dem Urteil, das gestern in München gefallen ist, definitiv vorbei. Von seinen Vereinsposten tritt er nun sofort zurück und verzichtet zudem darauf, in Revision zu gehen.

Damit hätte wohl kaum einer gerechnet. In einem offiziellen Statement bezieht er nun Stellung: "Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil des Landgerichts München II in meiner Steuerangelegenheit anzunehmen. Ich habe meine Anwälte beauftragt, nicht dagegen in Revision zu gehen. Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung. Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich. Außerdem lege ich mit sofortiger Wirkung die Ämter des Präsidenten des FC Bayern München eV und des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG nieder", heißt es in der Erklärung.

Mit seinem Rundumschlag wartete Hoeneß nicht erst das Urteil des Vereins ab, ob er als noch tragbar angesehen werden kann, sondern zieht selbst einen Schlussstrich: "Ich möchte damit Schaden von meinem Verein abwenden. Der FC Bayern München ist mein Lebenswerk und er wird es immer bleiben. Ich werde diesem großartigen Verein und seinen Menschen auf andere Weise verbunden bleiben, solange ich lebe. Meinen persönlichen Freunden und den Anhängern des FC Bayern München danke ich von Herzen für ihre Unterstützung."

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München
Getty Images
Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München
Uli Hoeneß in München, 2019
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Uli Hoeneß in München, 2019
Uli Hoeneß, Sport-Funktionär
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Uli Hoeneß, Sport-Funktionär


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