Die deutschsprachige Rock-Band Frei.Wild sorgte wegen ihrer nachgesagten Nähe zu politisch rechten Motiven in den letzten Jahren immer dann für eine große Diskussion, wenn es um die Echo-Nominierungen ging. Nachdem sie 2013 trotz herausragender Verkäufe nicht zur Veranstaltung zugelassen wurden, sorgte der Echo-Beirat in diesem Jahr für eine Überraschung: Frei.Wild sind in der Kategorie Rock/Alternative National für einen Preis nominiert.

Doch nun lehnt die Band den Echo schon im Vorhinein ab. Folgendes Statement zur Entscheidung der Musiker wurde in der Bild veröffentlicht: "Nichts für ungut, hier ist keiner sauer, oder verstimmt, aber einen solchen Preis wollen wir nicht, die Veranstaltung ist so lange heuchlerisch, verlogen und eigentlich dem Untergang geweiht, bis die Verantwortlichen den Mut aufbringen können, so wie jeder vernünftige Mensch, zu seinen Fehlern zu stehen, daraus zu lernen und den verursachten Schaden in angemessener Art und Weise wieder gut zu machen."

Mit Fehlern meinen Frei.Wild die Ausschluss-Entscheidung 2013, von der sie sich diffamiert und geschädigt fühlen. "Als Folge daraus sind Dinge passiert, dessen sich die Verantwortlichen wahrscheinlich nicht bewusst sind, oder die sie schlichtweg verdrängen. Dabei überwiegt nicht etwa wirtschaftlicher Schaden, sondern die Verletzung auf der emotionalen und seelischen Ebene", heißt es weiter in dem Statement.

Frei.Wild wird seit vielen Jahren Extremismus vorgeworfen, von dem sich die Band aber öffentlich distanziert. Dennoch galt auch die jüngste Nominierung als derart umstritten, dass Jennifer Rostock gar mit dem Boykott der Echo-Veranstaltung drohte.

Patrick Hoffmann/WENN.com
Frei.Wild/Facebook
Jennifer Rostock bei The Dome 63RTL II
Jennifer Rostock bei The Dome 63


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