Da staunten die Besucher einer Shopping Mall Ende März nicht schlecht, als sie sich plötzlich inmitten eines Filmsets befanden und ein extrem zotteliger Jason Segel (34) vor ihnen stand. Der hatte sich den neuen, zugegebenermaßen etwas eigenwillig-heruntergekommenen Look zugelegt, um im Film "The End of the Tour" den im Jahre 2008 verstorbenen Schriftsteller David Foster Wallace zu verkörpern. Die Hinterbliebenen haben sich nun ganz klar gegen den Streifen positioniert: Da er teilweise auf unveröffentlichten Interviewtranskripten basiert, sehen sie das Andenken des Autors beschmutzt.

Wie The Hollywood Reporter berichtet, basiert das Buch also nicht nur auf David Lipskys (gespielt von Jesse Eisenberg, 30) im Jahre 2010 erschienenen Buch "Although of Course You End Up Becoming Yourself", worin es um einen Roadtrip mit Wallace geht, sondern eben auch auf früheren Interviews zwischen den beiden. Seine Familie findet das überhaupt nicht gut: "David hat diesem Interview vor 18 Jahren zugestimmt, weil es lediglich als Artikel in einem Magazin erscheinen sollte... Aber dieser Artikel wurde nie veröffentlicht und David hätte niemals erlaubt, dass aus den Transkripten die Basis für einen Film geschaffen wird." Die Anwälte der Familie ließen zudem verlauten, dass die Familie des Verstorbenen nicht im Geringsten mit der Produktion zu tun hat und diese weder billigt noch unterstützt. Rechtliche Schritte sind deswegen allerdings nicht eingeleitet worden.

Nichtsdestotrotz würde die Familie es bevorzugen, der Schriftsteller bliebe "für seine außergewöhnlichen Werke" in Erinnerung, nicht aufgrund der Darstellung in einem Film. Die Dreharbeiten dazu sind mittlerweile abgeschlossen.

Jason Segel und Jesse EisenbergInstagram/vaness246oh1
Jason Segel und Jesse Eisenberg
Jesse Eisenberg bei den Filmfestspielen in VenedigWENN
Jesse Eisenberg bei den Filmfestspielen in Venedig
Jason SegelBrian To/WENN.com
Jason Segel


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