Ganze neun Monate musste seine Familie hoffen und bangen, doch nun ist es traurige Gewissheit: Jules Bianchi erlag nach einem Horror-Crash und einem langen Kampf im Koma nun doch seinen schweren Verletzungen. Der Rennfahrer fuhr in seiner noch jungen Karriere insgesamt 34 Formel-1-Rennen wurde gerade einmal 25 Jahre alt. Im Oktober 2014 war Bianchi bei regennasser Straße beim Grand Prix in Japan verunglückt. Die Bilder des erschreckenden Unfalls, bei dem er mit hoher Geschwindigkeit in einen Kran krachte, der ein anderes Fahrzeug bergen sollte, sind bis heute unvergessen.

Jules Bianchi
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Jules Bianchi

Viele Monate kämpfte der verunglückte Pilot um sein Leben, seine Familie glaubte lange daran, dass er es trotz der Hirnverletzungen schaffen könnte. Doch bereits vor wenigen Tagen hatte sein Vater verlauten lassen, dass seine Zuversicht ihn verlassen habe. "Eigentlich muss ein Fortschritt in den ersten sechs Monaten zu verzeichnen sein. Jetzt sind es neun Monate, und Jules ist nicht aufgewacht und macht keine signifikanten Fortschritte", erklärte Bianchis Vater Philippe gegenüber France Info. Am Samstagmorgen bestätigte die Familie schließlich den Tod auf Facebook und ging offen mit ihrer Trauer um. "Unser Schmerz ist unermesslich", klagten sie. Dennoch bedankten sich die Angehörigen bei allen, die in all der Zeit für sie da waren.

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Auch für die ehemaligen Kollegen ist es schwer zu realisieren, dass sie Bianchi nie wieder sehen werden. "Wir sind bestürzt über den Verlust von Jules - nach einem so harten Kampf. Es war ein Privileg, ihn als Fahrer in unserem Team zu haben", ließ der Rennstall auf Twitter verlauten.

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