Nachdem Formel-1-Pilot Jules Bianchi im Oktober 2014 einen schrecklichen Unfall auf der Rennstrecke hatte, ist der junge Mann letztes Jahr im Juli gestorben. Seine Familie leidet schmerzlich unter dem Verlust des gerade einmal 25-Jährigen. Jetzt, über anderthalb Jahre nach dem furchtbaren Crash im japanischen Suzuka, wollen die Hinterbliebenen die Formel 1 verklagen.

Jules Bianchi
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Jules Bianchi

Während des Rennens beim großen Preis von Japan am 5. Oktober 2014 erlitt Jules schwere Kopfverletzungen, nachdem er mit einem Autokran zusammengestoßen war. "Jules Bianchis Tod war vermeidbar", stellt Julian Chamberlayne, der Anwalt der Familie, gegenüber BBC klar. Gemeinsam wollen sie jetzt rechtlich gegen die FIA (den Verband zur Förderung des Automobilsports), das Team Marussia und die gesamte Formel-1-Gruppe von Bertie Ecclestone vorgehen.

Jules Bianchi
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Jules Bianchi

Bianchis Vater Philippe eröffnet durch ein Statement: "Wir wollen Gerechtigkeit für Jules und wir wollen die Wahrheit über die Entscheidungen herausfinden, die letztlich zum Unfall unseres Sohnes geführt haben. Wir haben noch so viele unbeantwortete Fragen und wir sind der Meinung, dass Jules' Unfall und sein Tod hätten vermieden werden können, wenn eine ganze Reihe von Fehlern nicht gemacht worden wäre."

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Einige Zeit nach dem Unglück hatte die FIA selbst Untersuchungen eingeleitet, die ergaben, dass Jules Bianchi diesen selbst zu verschulden habe. Es heißt, dass gelbe Fahnen geschwenkt wurden, die den Fahrern bedeuten, langsamer zu fahren. Der Verstorbene habe seine Geschwindigkeit angeblich nicht angepasst und sei deshalb auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern gekommen und gegen den Kran geknallt. Dieses Ergebnisse will die Familie des jungen Rennfahrers nicht wahrhaben und bezweifelt diese.