Seit Monaten beteiligt sich Til Schweiger (51) an der Flüchtlingsdebatte und bezieht ganz klar Stellung zu diesem Thema: Immer wieder appelliert er an mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern. In einer Fernsehsendung ging er jetzt aber offenbar zu weit und wurde wegen seiner Äußerungen angezeigt.

Til Schweiger
Patrick Hoffmann/WENN.com
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Fremdenhass ist für Til Schweiger, auf dessen Haus kürzlich ein Anschlag geplant wurde, ein absolutes Tabu-Wort. In einem Polit-Talk schimpfte er auf Demonstranten, die gegen den Bau eines Flüchtlingsheims auf die Straße gegangen waren. Er verlangte, dass die Polizei diese Leute endlich einmal bestrafen sollte: "Es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren und sagen 'Heute Nacht bleibt ihr im Knast'." Diese Aussage hat jetzt Folgen für den Schauspieler. Ein Rechtswissenschaftler zeigte ihn jetzt nämlich wegen Volksverhetzung an.

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Gegenüber Promiflash bestätigte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft diese Vorwürfe: "Hier ist eine Anzeige eingegangen. Wir haben diese geprüft und festgestellt, dass es sich um ein sogenanntes Presseinhaltsdelikt handelt, für das die Staatsanwaltschaft des Sendeortes zuständig ist." Das bedeutet, dass die Akte nach Köln übersandt wurde, dort ist der Sitz des WDR. Deswegen hat man sich in der Hansestadt inhaltlich nicht weiter mit den Vorwürfen beschäftigt.

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Noch ist auch nicht klar, ob die Strafanzeige überhaupt einen begründeten Anfangsverdacht enthält. Bis eine endgültige Entscheidung über den Fortgang der Ermittlungen getroffen wird, können noch mehrere Wochen vergehen.