2015 ist einfach nicht sein Jahr: Nachdem bereits 2014 erste Missbrauchsvorwürfe gegen Bill Cosby (78) aufgetaucht waren, häuften sich in den letzten Monaten die Anschuldigungen. Mittlerweile muss sich der Komiker vor Gericht verantworten - nun auch wegen Verleumdung.

Bill Cosby
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Sexuelle Übergriffe in mehreren Fällen, falsche Darstellung der Tatsachen - für den US-Star sieht es ganz und gar nicht gut aus. Wie das Magazin Radar Online jetzt berichtete, soll das Bundesgericht in Massachusetts eine Klage gegen ihn zugelassen haben. So hätten ihn die drei Klägerinnen, die angeblich von ihm vergewaltigt und missbraucht worden seien, auch der üblen Nachrede beschuldigt. Ihre Anschuldigungen im Bezug auf den ungewünschten sexuellen Kontakt mit dem Star seien von seinen Anwälten belächelt und als "absurde Erfindungen" sowie "lächerliche Behauptungen" kommentiert worden. Die Klagen wurden von Bills Verteidigung angefochten. Eine Demütigung für die Opfer.

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In seinem 38-Seiten-Urteil erklärte Richter Mastroianni jetzt allerdings, dass es sich hier um eine juristisch zulässige Form der Selbstverteidigung gehandelt habe, wie die New York Times veröffentlichte. So erlaube das rechtliche Privileg der Opfer, unter bestimmten Bedingungen in Selbstverteidigung verleumderische Antworten zu geben, keinesfalls den Verteidigern, falsche Tatsachendarstellungen vorzunehmen. Die Klage sei somit rechtmäßig.

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