Das ESC-Drama geht weiter: Nachdem Xavier Naidoo (44) vom NDR als Vertreter Deutschlands für den nächsten Wettbewerb auserkoren wurde, kam von mehreren Seiten lautstarke Kritik. Doch nun wurde bekannt, dass auch interne Streitigkeiten letztendlich dazu führten, dass der Künstler nicht nach Stockholm geschickt wird.

Xavier Naidoo
VOX/Timmo Schreiber
Xavier Naidoo

40 Mitarbeiter des NDR wendeten sich laut Bild an die Senderleitung mit einem Schreiben, in welchem sie ihren Missmut, ihre Fassungslosigkeit und ihr Unverständnis über Xaviers Aufstellung zum Ausdruck gebracht haben sollen. Dabei untermauerten sie ihre Argumentation mit den bereits mehrfach kritisierten Äußerungen von Xavier in der Vergangenheit. Die Befürchtung der Unterzeichner: Der Ruf des Muttersenders ARD und das gesamte Konzept könnten nachhaltig beschädigt werden.

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Auf Promiflash-Anfrage bestätigt die Presseabteilung des Senders die Aktion, ergänzt aber: "Nachdem viele NDR-Redakteure in einem internen Brief die Nominierung Xavier Naidoos kritisiert hatten, hat der Fernsehdirektor am vergangenen Freitag zu einer Diskussionsrunde geladen, in der in Anwesenheit des Unterhaltungschefs Thomas Schreiber die Argumente für und gegen die Entscheidung ausgetauscht wurden. Der Brief ist - wie gesagt - intern."

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VOX/ Markus Hertrich
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Einen Nachfolger hat der NDR bislang noch nicht bekannt gegeben. Die Sorge der Mitarbeiter, das gesamte Konzept könnte hinterfragt werden, scheint sich allerdings langsam zu bewahrheiten - denn die Vorgehensweise, einen Interpreten ohne Vorauswahl ins Rennen zu schicken, wurde ebenfalls bemängelt.