Seit seiner Erstausstrahlung im August 2014 ist "Die Höhle der Löwen" nicht nur für aufstrebende Unternehmer auf der Suche nach Investoren ein lukratives Format. Die Fernsehshow beschert dem Sender VOX regelmäßig Spitzenquoten. Daran soll die dritte Staffel im kommenden Herbst anknüpfen. Doch schon vor dem Start gibt es lautes Gebrüll - und zwar unter den Löwen, sprich den TV-Investoren selbst. Es findet nämlich ein fröhliches "Bäumchen, wechsel dich" auf ihren Stühlen statt.

Vural Öger
Franco Gulotta/WENN.com
Vural Öger

Letzte Woche gab Reiseunternehmer Vural Öger sein Ausscheiden aus der Sendung bekannt. Ersatz wurde aber schnell gefunden: Ralf Dümmel, Chef des internationalen Handelsunternehmens "DS Produkte GmbH" wird ab Herbst seinen Platz einnehmen. "Wir freuen uns sehr, dass wir Ralf Dümmel für 'Die Höhle der Löwen' gewinnen konnten. Er wird mit seiner Persönlichkeit und der jahrelangen Erfahrung in der Handelsszene die Löwen-Runde bereichern", sagte VOX-Chefredakteur Kai Sturm am Donnerstag.

Lencke Wischhusen
Franco Gulotta/WENN.com
Lencke Wischhusen

Neben Dümmel werden sich dieses Jahr erneut Judith Williams, Jochen Schweizer und Frank Thelen auf die Suche nach lukrativen Businessplänen begeben. Aber halt - da fehlt doch eine Person! Richtig, auch die junge Unternehmerin Lencke Steiner hat angekündigt, "Die Höhle der Löwen" zu verlassen. Ihr Stuhl ist bislang noch frei, soll in den kommenden Wochen jedoch neu besetzt werden. "Wir möchten uns herzlich bei Lencke Steiner bedanken, die sich in Zukunft verstärkt ihren vielfältigen Aufgaben in Politik und Wirtschaft widmen möchte. Sie trägt einen großen Anteil am Erfolg der vergangenen beiden Staffeln der Sendung", so Kai Sturm.

Frank Thelen, Jochen Schweizer, Judith Williams und Vural Öger
VOX / Boris Breuer
Frank Thelen, Jochen Schweizer, Judith Williams und Vural Öger

Schwere Zeiten brechen indessen für Vural Öger an. Innerhalb weniger Tage meldet nun schon das zweite Touristikunternehmen des Spezialisten für Türkeireisen Insolvenz an. Sowohl "V.Ö. Travel" als auch "Öder Turk" sind zahlungsunfähig. Als Grund wird der dramatische Rückgang an Buchungen durch zahlungskräftige russische Touristen genannt. Dies wiederum liege an dem Syrienkrieg und dem politischen Konflikt zwischen der Türkei und Russland. Überangebote hätten zusätzlich einen Preisverfall ausgelöst. "Wir mussten zuletzt jede Reise subventionieren", erklärte Öger dem Hamburger Abendblatt.