"Ich bin unglaublich stolz, dass ich so etwas erreichen konnte", sagte Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng (27) nach seiner Wahl zum "Fußballer des Jahres". So haben die deutschen Sportjournalisten entschieden. 163 von 674 abgegebenen Stimmen entfielen auf den Abwehr-Star des FC Bayern. Damit ließ er seine Teamkameraden Thomas Müller (26) und Robert Lewandowski (27) hinter sich.

Bayern-Star Jérôme Boateng
Lintao Zhang / Staff (Getty)
Bayern-Star Jérôme Boateng

Gegenüber dem Fachmagazin kicker erklärte Boateng: "Ich kann gar nicht beschreiben, was mir da für Gedanken durch den Kopf gehen." Der Sohn eines Ghanaers und einer Deutschen ist damit der erste Abwehrspieler seit 1999 Lothar Matthäus (55), der diese Auszeichnung erhält. Doch damit nicht genug. Nach dem Rücktritt von Bastian Schweinsteiger (32) aus der Nationalmannschaft ist er sogar einer der Kandidaten für das Kapitänsamt. "Ich weiß, dass ich das gerne machen würde und es zu mir passt, aber es gibt auch andere tolle Spieler, die das machen können", gibt sich der Weltklasse-Verteidiger bescheiden.

Jérôme Boateng nach seinem 1:0-Tor bei der EM 2016: Deutschland vs Slowakei
Sport Moments/ActionPress
Jérôme Boateng nach seinem 1:0-Tor bei der EM 2016: Deutschland vs Slowakei

In diesem Jahr gelangte Boateng nicht nur durch seine überragenden sportlichen Leistungen in die Schlagzeilen, sondern auch durch unterirdische Aussagen des AfD-Vize Alexander Gauland in einem FAZ-Interview. "Natürlich wäre es ein Zeichen. Es wäre eine große Ehre, als erster Farbiger in Deutschland so ein Amt zu bekleiden. Das wäre schon aussagekräftig", erklärte Boateng. Seine Wahl ist sicherlich auch ein Zeichen der Wertschätzung seines Auftretens in der Öffentlichkeit und seiner Vorbildfunktion für Millionen Jugendliche.

Jérôme Boateng im Duell mit Gladbachs Raffael
Daniel Kopatsch / Freier Fotograf (Getty)
Jérôme Boateng im Duell mit Gladbachs Raffael

Im Video am Ende des Artikels könnt ihr sehen, welcher Mega-Star sich seit Kurzem um die Vermarktung Boatengs kümmert.