Es ist alles nur geklaut: Der Titel von Frédéric von Anhalt (73) ist nicht nur falsch, sondern auch noch ergaunert. Das hat der schrille Prinz und achte Ehemann von Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor (99) nun verraten.

Prinz Frédéric von Anhalt zu Gast in der NDR-Talkshow
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Prinz Frédéric von Anhalt zu Gast in der NDR-Talkshow

Den Namen hat er mit einer gekauften Adoption 1980 erschummelt und wie er jetzt in dem ARD Dokumentarfilm "Prinz Hollywood" verriet sogar geklaut hat. Die vereinbarte Vermittlungsgebühr von 200.000 DM an den Titelhändler Hans-Hermann Weyer, der die Adoption vermittelte, hat er nie gezahlt. Zu Bild äußerte sich Frédéric folgendermaßen: "Er (Konsul Weyer) hat dann darauf vertraut, dass ich auch ihn fürstlich honoriere. Nur leider waren meine Schecks nicht gedeckt. Als er das merkte, war ich schon nicht mehr in Deutschland. Ich bin ja gleich nach dem Deal mit dem nächsten Flieger nach Amerika abgehauen." Weyer schickte einen Gerichtsvollzieher mit einem Pfändungsauftrag zum Anwesen in Bel Air, auf dem Frédéric mittlerweile lebte. Doch als dieser dort auftauchte, behauptete Zsa Zsa Gabor, Frédéric sei lediglich ihr Stallbursche und habe keinerlei materiellen Besitz und Konsul Weyer blieb somit auf seinen Schulden sitzen.

Titelhändler Hans-Hermann Weyer mit seine Ehefrau Christina in München
Getty Images/ Miguel Villagran
Titelhändler Hans-Hermann Weyer mit seine Ehefrau Christina in München

Und was sagt der Bestohlene zu der Geschichte? "Dass mich so ein Volltrottel aus der Provinz übers Ohr haut, hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber was soll’s. Dafür bin ich jetzt dreistellig millionenschwer und er muss für Zsa Zsa Gabor den Pfleger machen."

Frédéric Prinz von Anhalt beim "Los Angeles Film Festival" 2014
Getty Images/ Valerie Macon
Frédéric Prinz von Anhalt beim "Los Angeles Film Festival" 2014

Der Adelstitel war für den Prinzen, der mit bürgerlichen Namen Hans-Robert Lichtenberg heißt, der Startschuss für seine neue Existenz und ein Leben in Saus und Braus. In den USA machte er mit seinem Prinzen-Titel Karriere. Sein Erfolgsrezept?: "Keine Angst haben, das ist wichtig!", erzählt er in der Doku. Und eine gewisse Spur Dreistigkeit und Großspurigkeit haben dem Pseudo-Prinzen allem Anschein auch nicht geschadet.

Frédéric von Anhalt bei der "HBO's Post Golden Globe Party" 2016 in Los Angeles
Getty Images/ Frederick M. Brown
Frédéric von Anhalt bei der "HBO's Post Golden Globe Party" 2016 in Los Angeles

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