Neuerungen im Fall um Ryan Lochte (32) und sein Schwimm-Team: Die vier Sportler behaupteten, nach einer Party in Rio überfallen und mit einer Pistole bedroht worden zu sein. Aufgrund von Ungereimtheiten und widersprüchlichen Aussagen des Quartetts wurden Lochtes Kollegen kürzlich an der Ausreise gehindert. Nun vermutet die brasilianische Polizei, dass die Geschichte um den angeblichen Überfall dazu dienen soll, ein anderes Verbrechen zu vertuschen.

Ryan Lochte, Schwimmer
Matt Hazlett / Freier Fotograf / Getty Images
Ryan Lochte, Schwimmer

Der Olympia-Tatort geht in die nächste Runde! Während Lochte und seine drei Mitstreiter bereits ihre Unschuld beteuerten, äußerten sich die Behörden in Rio nun zu einem neu aufgetauchten Überwachungsvideo von der Tankstelle, an der die Schwimmer angeblich ausgeraubt wurden. Gegenüber ABC News beschrieben sie das nicht veröffentlichte Video folgendermaßen: "Einer der Schwimmer war auf dem Videomaterial der Überwachungskamera zu sehen, wie er die Tür zu einem Waschraum der Tankstelle aufgebrochen und mit einem Sicherheitsmann gekämpft hat."

Ryan Lochte, Goldmedaillen-Gewinner bei Olympia 2016
Facebook / Ryan Lochte
Ryan Lochte, Goldmedaillen-Gewinner bei Olympia 2016

Der Angestellte der Tankstelle soll laut Associated Press zwar im Besitz einer Pistole gewesen sein, diese jedoch nicht herausgeholt. Demnach forderte der Tankstellenbesitzer die Sportler auf, für den Schaden an der Türe zu bezahlen – was diese wohl auch taten. Es wird weiter gegen die vier US-Schwimmer ermittelt, unter anderem wegen Vortäuschung eines Verbrechens.

Ryan Lochte bei den Olympischen Spielen 2016
Clive Rose / Getty Images
Ryan Lochte bei den Olympischen Spielen 2016