Heftige Geschichte um Schwimm-Star Ryan Lochte (32). Der amerikanische Goldmedaillen-Gewinner behauptete, zusammen mit drei Schwimmkollegen in Rio de Janeiro von unbekannten Tätern mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt worden zu sein. In der Folge verstrickten sich die vier Olympioniken jedoch in widersprüchliche Aussagen und zwei Schwimmer wurden von der Polizei an der Ausreise gehindert. Nun äußerte sich Ryan Lochte in den US-Medien erstmalig zu den Vorwürfen gegen ihn und seine Kollegen!

Ryan Lochte bei den Olympischen Spielen 2016
Harry How / Getty Images
Ryan Lochte bei den Olympischen Spielen 2016

Es klingt wie ein Olympia-Krimi. Nach Ungereimtheiten in seinen Aussagen ordneten die brasilianischen Behörden an, dass alle vier Sportler nicht zurück in die USA reisen dürfen und erneut aussagen sollen. Während Jack Conger (21) und Gunnar Bentz (20) am Flughafen abgefangen wurden und Jimmy Feigen (26) ebenfalls in Rio blieb, war Ryan Lochte bereits wieder in den USA. Die Reisepässe von Ryans Kollegen wurden sofort einkassiert und die Polizei befragt sie weiter. Die Brasilianer sehen den Ruf ihres Landes durch die Überfallvorwürfe gefährdet. Der Goldjunge Ryan Lochte selbst äußerte sich gegenüber der NBC jetzt zu den Zweifeln an seiner Schilderung: "Weder ich noch die anderen würden sich so eine Geschichte ausdenken. Wir sind hier die Opfer und wir sind glücklich, in Sicherheit zu sein."

Gunnar Bentz und Jack Conger beim Verlassen der Polizeistation in Rio
McGrath/Getty Image
Gunnar Bentz und Jack Conger beim Verlassen der Polizeistation in Rio

Mehrere Indizien brachten die brasilianische Polizei ins Zweifeln. Deshalb prüfen die Behörden nun, ob sich die Athleten wegen einer Falschaussage schuldig gemacht haben. Im schlimmsten Falle blüht ihnen eine Anklage wegen Vortäuschung einer Straftat.

Michael Phelps und Ryan Lochte bei Olympia 2016
Martin Bureau / Getty Images
Michael Phelps und Ryan Lochte bei Olympia 2016

Im Video seht ihr das US-Schwimmteam zu Beginn der Spiele, als die Stimmung noch super war.