Bjarne Mädel (48) ist vor allem für seine komödiantischen Rollen – unter anderem als tollpatschiger Ernie in Stromberg – bekannt. Doch in seinem Privatleben geht es durchaus ernster zu, denn der Schauspieler musste schon eine schlimme Erfahrung machen. Dem Thema Tod kam Bjarne nämlich näher, als ihm lieb war.

Christoph Maria Herbst und Bjarne Mädel bei der Premiere von "Stromberg" in Köln
Andreas Rentz/Getty Images
Christoph Maria Herbst und Bjarne Mädel bei der Premiere von "Stromberg" in Köln

Am Freitagabend war der 48-Jährige in der Tragikomödie "Wer aufgibt ist tot" (ARD) als Spiegel-Vertreter Paul Lohmann zu sehen. Die Filmfigur ist in einer Art Zwischenwelt zwischen Leben und Tod gefangen: Jeden Tag erlebt er einen Horror-Unfall in einem Tunnel. Für den Schauspieler eine Situation, die er gut nachvollziehen konnte, denn: "Ich hatte tatsächlich, wie meine Figur Paul Lohmann, schon eine Nahtod-Erfahrung. Ich war damals in Amerika und kam direkt ins Krankenhaus", erzählte Bjarne jetzt im Gespräch mit der B.Z.. Der Grund: Komplikationen nach einer Operation. Unfassbare Schmerzen ließen den TV-Star ohnmächtig werden.

Bjarne Mädel bei der Verleihung des Grimme-Preises 2013 in Marl
Juergen Schwarz/Getty Images
Bjarne Mädel bei der Verleihung des Grimme-Preises 2013 in Marl

Dieses extreme Erlebnis kann der Schauspieler bis heute nicht vergessen. "In der Ohnmacht hatte ich das Gefühl, dass ich jetzt gehe. Ich stand auf einem 1-Meter-Brett, hinter mir war alles extrem laut und hell, vor mir war alles schwarz und ruhig. Ich wollte in diesem Moment nur noch meine Ruhe haben. Ich war schon drauf und dran, von dem federnden Brett abzuspringen", berichtete Bjarne der Zeitung weiter. Seinen Humor hat er trotzdem nicht verloren. "Ich kann dem Tod nur mit Humor begegnen, alles andere ist zu frustrierend und auch irritierend. Man muss sich über den Tod lustig machen, solange man kann."

Bjarne Mädel im April 2011 in Berlin
James Coldrey/Getty Images
Bjarne Mädel im April 2011 in Berlin