Was für ein spannendes Leichtathletik-Wochenende! Usain Bolt (30) verlor nicht nur knapp sein letztes WM-Einzelrennen, er geht nun auch in Sportlerrente. Ausgerechnet sein Rivale und Doping-Sünder Justin Gatlin holte den Sieg. Das gefiel dem Publikum im Londoner Olympia-Stadion so gar nicht. Fast 60.000 Zuschauer pfiffen den Weltmeister prompt aus und feierten lieber den Gewinner der Herzen: Usain Bolt!

Während sich Bolt die Bronze-Medaille sichern konnte, holte Gatlin beim Rennen über 100 Meter mit 9,92 Sekunden Gold. Die Sport-Fans konnten dieses Ergebnis nur schwer akzeptierten: Was folgte war ein Pfeifkonzert. Der Amerikaner ist nicht sonderlich beliebt, da er schon zweimal wegen Dopings überführt wurde. Obwohl er bereits 2001 positiv auf Amphetamine getestet worden war, kam er 2006 bei einer weiteren Kontrolle und einem positiven Dopingtest mit einem blauen Auge davon. Da er bei seinem zweiten Vergehen mit der Behörde kooperierte, hatte man ihn nur für vier Jahre gesperrt. Selbst die Presse konnte sich nicht zurückhalten. "Schade, dass der hier am Start ist", zitierte die Bild ARD-Kommentator Wilfried Hark.

Tosenden Applaus gab es hingegen für Bolt, der seinen Konkurrenten sogar noch in Schutz nahm. "Usain hat mir gesagt, dass ich es nicht verdient habe, so ausgebuht zu werden", erklärte Gatlin im Interview mit Eurosport: "Obwohl ich gewonnen habe, ist das der große Moment von Usain Bolt. Er ist der größte Champion aller Zeiten." Findet ihr es fair, dass Justin trotz Sieg ausgebuht wurde? Macht mit bei unserer Umfrage.

Justin GatlinRichard Heathcote / Getty Images
Justin Gatlin
Justin Gatlin und Usain BoltAlexander Hassenstein / Getty Images
Justin Gatlin und Usain Bolt
Justin Gatlin bei der Leichtathletik-WM in LondonAlexander Hassenstein / Getty Images
Justin Gatlin bei der Leichtathletik-WM in London
Findet ihr es fair, dass Justin Gatlin trotz Sieg ausgebuht wurde?344 Stimmen
144
Das ist richtig gemein. Schließlich war er einfach besser als Bolt.
200
Er wurde zurecht ausgebuht. Nach zwei Doping-Vorfällen sollte er nie wieder laufen dürfen.


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