Unfaire Behandlung von Fans bei Konzerten? Little Mix ist die erfolgreichste Girlgroup der vergangenen Jahre. Fast eine Million begeisterte Fans besuchten ihre Tour 2017, darunter auch die gehörlose Sally Reynolds. Die Britin verklagt jetzt die Konzertagentur von Little Mix wegen eines fehlenden Dolmetschers für Gebärdensprache bei den Vorbands!

Es sollte ein unvergesslicher Abend werden: Sally kaufte sechs Karten für den Auftritt in Sussex im September – für sich selbst, ihre gehörlosen Freundinnen und deren Töchter, die allesamt hören können. Schon im Vorfeld fragte die Mutter nach einem Gebärdendolmetscher, damit auch sie und ihre Begleitungen in den vollen Entertainment-Genuss kommen konnten: "Ich wollte die gleiche Erfahrung wie meine Töchter machen – besonders wollte ich einfach einen Zugang zu den Songs", erzählte sie dem Sender BBC. Ein Übersetzer erschien aber erst nach den beiden Vorgruppen-Gigs! Ungerecht, findet Sally: "Ich habe mich als Teil des Little-Mix-Events gefühlt. Aber wir haben nur Zugang zum Haupt-Act bekommen. Wir haben aber wie alle anderen für unsere Tickets bezahlt!"

Der Konzertveranstalter LHG, der den Gebärdendolmetscher organisiert hatte, ging nicht auf die Beschwerde ein, sondern stellte fest: "Wir haben zugestimmt, einen Dolmetscher Ihrer Wahl für die Little-Mix-Show zur Verfügung zu stellen!" Laut dem britischen Equality Act 2010 müssen alle Event-Agenturen sicherstellen, dass behinderte Personen Veranstaltungen möglichst genauso hürdenfrei erleben wie Menschen ohne körperliche Einschränkungen. Darauf beruft sich Sally jetzt in ihrer Klage.

Little Mix bei The Global Awards 2018 in London
John Phillips/John Phillips/Getty Images
Little Mix bei The Global Awards 2018 in London
Little Mix bei den EMAs
ANDER GILLENEA/AFP/Getty Images
Little Mix bei den EMAs
Jesy Nelson, Jade Thirlwall, Perrie Edwards und Leigh-Anne Pinnock von Little Mix
Getty Images
Jesy Nelson, Jade Thirlwall, Perrie Edwards und Leigh-Anne Pinnock von Little Mix
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Geht gar nicht und ist diskriminierend! Zum Glück hat die Frau Klage eingereicht.
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Na ja, da steckte bestimmt keine böse Absicht dahinter!


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