Vor wenigen Tagen schockte Ex-Schwimmstar Michael Phelps (32) mit einem traurigen Geständnis. Der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten wollte sich wegen seiner Depressionen das Leben nehmen. Mittlerweile hat der US-Amerikaner seinen seelischen Tiefpunkt überwunden und spricht zum ersten Mal über den schweren Kampf gegen die Krankheit und deren Verbindung zum Profisport.

"Ich war immer hungrig, hungrig und wollte mehr. Ich wollte mich selber pushen, um zu sehen, wo meine Grenzen sind. Aber in Wahrheit glaube ich, dass ich nach jeder Olympiade in eine tiefe Depression gefallen bin", sagte der 32-Jährige am Wochenende bei einer Konferenz für psychische Gesundheit im Kennedy Forum in Chicago. Nachdem er 2004 nach den Wettkämpfen in Athen zum ersten Mal eine depressive Phase durchlebt hatte, sei 2012 die schlimmste Zeit seines Lebens gewesen. Tagelang habe er sich ins Schlafzimmer zurückgezogen und nur sehr wenig gegessen und geschlafen. "Ich wollte keinen Sport mehr machen. Ich wollte nicht mehr leben", gestand Michael. Daraufhin habe er erkannt, dass er Hilfe brauchte und sich seinen Dämonen gestellt. Mit seiner Offenheit möchte er anderen Menschen Mut machen, über das Tabuthema Depression zu sprechen. Dem ehemaligen Profisportler bedeutet es sehr viel, anderen Betroffenen zu helfen: "Diese Momente und diese Gefühle sind für mich bei weitem besser als eine olympische Medaille zu gewinnen. Ich bin extrem dankbar, dass ich mir nicht das Leben genommen habe."

Nach seiner erfolgreichen Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro beendete Michael seine Schwimmkarriere 2016 endgültig. Seitdem verlangt sein kleiner Sohn Boomer die Aufmerksamkeit seines berühmten Papas. Bald kommt noch ein weiterer Nachwuchsschwimmer dazu, denn mit Ehefrau Nicole Johnson erwartet Michael Baby Nummer zwei.

Michael Phelps auf einer Konferenz im Kennedy Forum in Chicago 2018Getty Images / Jeff Schear
Michael Phelps auf einer Konferenz im Kennedy Forum in Chicago 2018
Michael Phelps bei den Olympischen Spielen in Rio 2016Getty Images / Odd Andersen
Michael Phelps bei den Olympischen Spielen in Rio 2016
Michael Phelps, Nicole Johnson und Boomer PhelpsGetty Images / Dia Dipasupil
Michael Phelps, Nicole Johnson und Boomer Phelps
Wie findet ihr Michaels offenen Umgang mit seinen Depressionen?143 Stimmen
136
Total bewundernswert – er hat wirklich Mut, so ehrlich darüber zu sprechen!
7
Ich finde es gut, aber ich glaube nicht, dass er damit viel bewirken kann.


Tipps für Promiflash? Einfach E-Mail an: tipps@promiflash.de