Vor zwei Wochen wurden Farid Bang (31) und Kollegah (33) bei der ECHO-Verleihung für ihr Album "Jung, brutal, gutaussehend 3" ausgezeichnet. Schon im Vorfeld hatte es Ärger wegen der Nominierung gegeben, weil einige der Songtexte teilweise als gewaltverherrlichend, frauenfeindlich und sogar antisemitisch kritisiert wurden. Nun allerdings hat ein Rechtsanwalt Strafanzeige gegen Farid und Kollegah erstattet. Wird es jetzt doch noch ernst für die beiden Rapper?

Der Advokat wirft den Musikern Volksverhetzung vor und meldete sich deshalb bei der Polizei Gütersloh – dem Sitz des Bertelsmann-Konzerns, zu dem auch das ehemalige Plattenlabel der zwei Reimkünstler gehört. Gegenüber Bild bestätigte Polizeisprecherin Corinna Koptik dies: "Aber wir haben den Vorgang zur Prüfung an den Staatsschutz in Bielefeld weitergeleitet. Ein Ergebnis der Prüfung wird es erst in einigen Tagen geben." So sei noch nicht genau geklärt, wo man für den Fall tatsächlich zuständig sei. Auch der Vorstandschef der Bertelsmann Music Group, Hartwig Masuch, sei von der Anzeige betroffen.

Es ist nur der Gipfel einer seit Wochen andauernden Diskussion. Während der Award-Veranstaltung Mitte April sprach sich Die Toten Hosen-Frontmann Campino (55) in einer langen Rede live auf der Bühne gegen die Auszeichnung von Farid und Kollegah aus. Zahlreiche Künstler gaben aus Protest ihre ECHOs sogar zurück. Die Verantwortlichen zogen ebenfalls Konsequenzen und verkündeten eine Veränderung des Konzepts der Preisvergabe.

Farid Bang und Kollegah beim ECHOAXEL SCHMIDT/AFP/Getty Images
Farid Bang und Kollegah beim ECHO
Campino beim ECHO 2018 in BerlinAndreas Rentz/Getty Images
Campino beim ECHO 2018 in Berlin
Farid Bang beim ECHO 2018P.Hoffmann/WENN.com
Farid Bang beim ECHO 2018
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