Es war der Skandal der diesjährigen ECHO-Verleihung. Das Rapper-Duo Kollegah (33) und Farid Bang (31) erhielt trotz antisemitischer Textzeilen einen Preis für sein Album "Jung, brutal, gutaussehend 3". Campino (55) kritisierte diese Auszeichnung während seiner Rede, da Provokation zwar ein wichtiges Stilmittel sei, die beiden mit ihren Lyrics aber eine Grenze überschritten hätten. Diese deutlichen Worte sollen jetzt angemessen gewürdigt werden – und zwar mit dem Bundesverdienstkreuz.

Der Bundesbeauftragte für Antisemitismus, Felix Klein, glaubt, dass der Die Toten Hosen-Frontmann den Orden mehr als verdient habe. "Campino sollte für sein Engagement auf der ECHO-Verleihung unbedingt gewürdigt werden, am besten mit dem Bundesverdienstkreuz, weil er vielleicht sogar langfristig unsere Gesellschaft verändert hat", heißt es im Gespräch mit der Funke Mediengruppe. Ob der Sänger diese Auszeichnung tatsächlich erhält, ist bislang nicht bekannt.

Die Veranstalter selbst haben aus dem ECHO-Eklat schon erste Konsequenzen gezogen: Der Musikpreis wurde abgeschafft und auch die Bertelsmann Music Group hat sich von den Skandal-Rappern getrennt. "Der Fall der beiden Rapper und die darauf folgenden Reaktionen haben gezeigt, dass die grundlegenden Reflexe unserer Gesellschaft funktionieren", erklärt Klein im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Farid Bang im April 2018
Getty Images
Farid Bang im April 2018
Die Toten Hosen, Punkrock-Band
TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images
Die Toten Hosen, Punkrock-Band
Farid Bang, Rapper
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Farid Bang, Rapper
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