Der ECHO-Skandal liegt mittlerweile schon Monate zurück. Nun gibt es den nächsten Eklat um Farid Bang (32) und Kollegah (34). Die beiden Rapper wurden im April mit einem der begehrten Musikpreise für ihr Album "Jung Brutal Gutaussehend 3" ausgezeichnet – obwohl es im Vorfeld große Kritik an einer vermeintlich antisemitischen Songzeile auf der Platte gab. Das Erfolgsduo bekam nun allerdings doch noch einen Dämpfer verpasst. "JBG 3" wurde auf den Index gesetzt.

Das hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien jetzt entschieden. Am 28. September soll dieser Beschluss in Kraft treten. "Ab diesem Zeitpunkt gelten gegenüber Kindern und Jugendlichen umfangreiche Vertriebs- und Werbeverbote", heißt es in der Erklärung. Bereits die beiden Vorgängeralben der zwei Rapper wurden indiziert, "weil sie verrohend wirken, zu Gewalttätigkeiten anreizen und Frauen und Homosexuelle diskriminieren", hieß es 2014 in der Begründung der Prüfstelle.

Das Lied "0815" hatte die ECHO-Diskussion ausgelöst. In einer Zeile wird dort gerappt: "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen." Ausgezeichnet wurden Farid und Kollegah dennoch. Daraufhin gaben zahlreiche Preisträger ihre Trophäen aus Protest zurück. Später wurde sogar die Entscheidung getroffen, die Preisverleihung vollständig abzuschaffen.

Kollegah beim ECHOAndreas Rentz / Staff
Kollegah beim ECHO
Farid Bang und Kollegah beim ECHOAXEL SCHMIDT / Kontributor
Farid Bang und Kollegah beim ECHO
Farid Bang beim ECHO 2018P.Hoffmann/WENN.com
Farid Bang beim ECHO 2018
Hättet ihr mit diesem Schritt gerechnet?432 Stimmen
103
Nein, die beiden sind doch harmlos.
329
Ja. Sie rappen schon heftige Sachen.


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