Comics können ein Spiegelbild des realen Lebens sein. Denn nicht nur die Bösewichte, sondern auch ein paar der Guten müssen von Zeit zu Zeit abtreten. Auch Marvel-Legende Stan Lee (✝95), Schöpfer von Hulk, Spiderman, Iron Man und Co., der am 12. November im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles verstarb. Überraschend kam sein Tod jedoch nicht – wohl auch nicht für ihn.

"Wusste er, dass seine Zeit knapp wurde? Keine Ahnung. Im Nachhinein war er etwas wehmütiger als jemals zuvor. Er sprach mehr über die Vergangenheit, als ich ihn je darüber hatte sprechen hören. Also irgendwie hat er es vielleicht geahnt", offenbarte Marvel Studios-Chef Kevin Feige (45) in einem bewegenden Nachruf in der aktuellen Ausgabe der Entertainment Weekly. Doch seinen Sinn für Humor habe die Comic-Legende dennoch nicht verloren. Beim letzten Besuch des Produzenten zwei Wochen vor seinem Tod habe Stan gewitzelt: "Ich weiß, du willst, dass ich im nächsten Film die Hauptrolle spiele. Aber ich muss bei den Cameos bleiben. Überlass die Hauptrollen den anderen Schauspielern. Es tut mir leid."

Hintergrund dieses Statements sei gewesen, dass Stan immer mehr Zeilen in seinen Kurzauftritten sprechen wollte als vorgesehen. Denn er hätte den Helden in den Schatten stellen können. "Das wäre für einen Charakter wie Stan Lee ein Leichtes gewesen", schloss Kevin den Nachruf.

Stan Lee bei der Wizard World Chicago Comic ConRay Garbo/WENN.com
Stan Lee bei der Wizard World Chicago Comic Con
Kevin Feige, FilmproduzentGetty Images
Kevin Feige, Filmproduzent
Stan Lee, Autor und ProduzentJohn Shearer / Getty Images
Stan Lee, Autor und Produzent


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