Olivia Jones (51) wollte sich mit ihrem Vater nicht versöhnen. Die Travestiekünstlerin begeistert ihre Fans mit ihren schrillen Outfits, ihrer offenen Art und ihren lockeren Sprüchen. Doch ein Leben voller Sonnenschein hatte die 51-Jährige nicht immer. Als sie sieben Jahre alt war, verließ ihr Vater die Familie und setzte sich nach Brasilien ab. Einmal sah sie ihren Papa vor seinem Tod noch mal wieder: Doch Olivia entschied sich dagegen, sich mit ihrem Vater auszusprechen.

"Obwohl ich damals bereits erwachsen war und schon vieles in meinem Leben gemeistert hatte, fiel es mir unglaublich schwer, meinem Vater die wichtigen Fragen zu stellen", gab Olivia in ihrem Buch "Ungeschminkt – mein schrilles Doppelleben" ihre Gedanken wieder. Im Inneren habe sie aber gehofft, dass er selbst darüber sprechen würde, warum er die Familie damals wortlos verließ. Doch das Gespräch fand nicht statt. Der Abschied von Vater und Kind verlief "frostig".

Jahre später wurde Olivia von ihrer Oma darüber informiert, dass ihr Vater an Kehlkopfkrebs leidet und im Sterben liegt. Doch auch zu dem Zeitpunkt habe die Dragqueen nicht das Verlangen gespürt, sich mit ihrem Vater und ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. "Ich schrieb keinen Brief, ich rief nicht an – ich entschied mich dagegen, ihn noch ein letztes Mal im Krankenhaus zu sehen", erinnerte sich die TV-Lady. Bereut habe sie diese Entscheidung bis heute nicht.

Travestiekünstlerin Olivia Jones
Getty Images
Travestiekünstlerin Olivia Jones
Olivia Jones, Travestiekünstlerin
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Olivia Jones, Travestiekünstlerin
Olivia Jones in Berlin, 2016
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Olivia Jones in Berlin, 2016
Könnt ihr verstehen, dass sich Olivia gegen eine Aussprache entschieden hat?583 Stimmen
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Ja, ihr Vater hat ihr offenbar nicht das Gefühl gegeben, dass er zu einer Aussprache bereit wäre.
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Nein, ich kann das nicht so gut nachvollziehen.


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