Lili Reinhart spricht offen über ihre Endometriose-Diagnose

Lili Reinhart spricht offen über ihre Endometriose-Diagnose

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min

Lili Reinhart (29) macht ihre Diagnose öffentlich: Die Schauspielerin hat nach einer laparoskopischen Operation in der vergangenen Woche die Bestätigung erhalten, dass sie an Endometriose leidet. Auf Instagram teilte die 29-Jährige Fotos aus dem Krankenhaus und schilderte, wie lange ihr Weg bis zu dieser Erkenntnis war. Zuvor seien ihre Beschwerden immer wieder abgetan worden. Erst als sie selbst Druck machte und weitere Meinungen einholte, kam Bewegung in die Sache. "Letzte Woche wurde bei mir nach einer laparoskopischen Operation offiziell Endometriose diagnostiziert", schrieb Lili. Dazu zeigte sie ihren Verband am Bauch, ein Selfie vom Klinikbett und eine Botschaft auf Papier: "An Frauen-Schmerz zu glauben, sollte nicht REVOLUTIONÄR sein." Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt und starke Schmerzen verursacht.

Nach einer Diagnose von interstitieller Zystitis habe man Lili gesagt, es gebe keine Heilung und keine nachhaltige Linderung. "Drei Krankenhausbesuche. Mehrere Urologen und Gynäkologen. Und keiner von ihnen hat Endometriose ernsthaft als Ursache in Betracht gezogen", schrieb sie. Erst zwei verschiedene Beckenboden-Therapeutinnen brachten den Begriff Endometriose ins Spiel. Lili verlangte daraufhin eigenständig ein MRT, das wiederum zu einer Diagnose von Adenomyose führte, einer speziellen Form der Endometriose, die nur in der Gebärmutter auftritt. Schließlich suchte sie eine Endometriose-Spezialistin auf, die mit ihr den Schritt zur Bauchspiegelung plante – während ihr parallel eine andere Gynäkologin riet, sie habe "wahrscheinlich keine Endo" und solle einfach die Pille nehmen. Nach dem Eingriff erlebte die Schauspielerin das, was sie "Validierung" nennt: "Ich fragte sofort meinen Arzt: 'Habt ihr etwas gefunden?' Und er sagte: 'Wir haben Endo gefunden'", notierte sie in ihrer Instagram-Story und warnte: "Endometriose ist eine extrem missverstandene Krankheit, die oft zu einer 4-11-jährigen Lücke zwischen Symptomen und einer definitiven chirurgischen Diagnose führt" – eine unerträgliche Leidenszeit für Betroffene. Sie verwies außerdem auf Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation, wonach etwa eine von zehn Frauen mit Gebärmutter betroffen ist, und markierte die Endometriosis Foundation of America.

Privat zeigt sich Lili schon länger offen, wenn es um Gesundheitsthemen geht. In den vergangenen Wochen hatte die Schauspielerin ihre Community bereits an schwierigen Phasen rund um Zyklusbeschwerden teilhaben lassen und beschrieben, wie belastend hormonelle Schwankungen für sie sein können. Dass sie bei medizinischen Fragen konsequent nachhakt, führt die US-Amerikanerin auch auf Erfahrungen in der Familie zurück: Die Geschichte ihrer Großmutter, deren Krebssymptome zunächst übersehen wurden, prägt ihre Haltung, sich nicht abspeisen zu lassen und auf sich zu hören. Mit ihrem aktuellen Post reiht sie sich laut dem People Magazine in eine wachsende Zahl prominenter Stimmen ein, die über Endometriose sprechen – darunter Halsey (31), Amy Schumer (44) oder Bindi Irwin (27) – und macht deutlich, wie wichtig ihr direkter Austausch mit Followern, Therapeutinnen und spezialisierten Ärztinnen ist. "Ich bin froh, dass ich meinem Körper vertraut und auf mein Bauchgefühl gehört habe und werde weiterhin dafür eintreten, dass andere dasselbe tun", erklärte Lili.

Lili Reinhart postete ein Bild aus dem Krankenhaus am Tag ihrer Endometriose-OP
Instagram / lilireinhart
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Lili Reinhart zeigt ihren Bauch nach der OP, 2025
Instagram / lilireinhart
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Lili Reinhart bei den 16th Governors Awards 2025
Getty Images
Lili Reinhart bei den 16th Governors Awards 2025
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