Blake Lively vs. Justin Baldoni: Jetzt sprechen ihre Anwälte
Ein Jahr nach dem öffentlichen Aufflammen des Rechtsstreits um den Film "Nur noch ein einziges Mal" melden sich die Lager von Blake Lively (38) und Justin Baldoni (41) pünktlich zur Feiertagszeit zu Wort. Die Schauspielerin, die im Dezember 2024 eine Beschwerde bei der kalifornischen Bürgerrechtsbehörde eingereicht und später Klage gegen ihren Regisseur und Co-Star erhoben hatte, lässt nun über ihre Anwälte Esra Hudson und Mike Gottlieb Bilanz ziehen. In einem Statement gegenüber dem Magazin People sprechen sie von einem "milliardärsfinanzierten Versuch", Blake, ihre Familie und ihre Unternehmen mithilfe von Gegenklagen und Medienkampagnen unter Druck zu setzen. Während Blakes Verfahren, in dem sie 160 Millionen Dollar (136 Millionen Euro) Schadensersatz fordert, für Mai 2026 angesetzt ist, betont Justins Seite ebenfalls öffentlich, wie belastend das vergangene Jahr gewesen sei – und bedankt sich gleichzeitig für die Unterstützung, die der Schauspieler in dieser Zeit erfahren habe.
Im Detail erinnern Blakes Anwälte daran, dass ihre Mandantin die Beschwerde bei der California Civil Rights Department eingereicht habe, um für ein sicheres Arbeitsumfeld einzutreten, nachdem sie und andere am Set von "Nur ein einziges Mal" negative Erfahrungen gemacht hätten. Blake beschuldigt Justin der sexuellen Belästigung und behauptet, nach ihren Beschwerden Vergeltungsmaßnahmen erlebt zu haben. Die Atmosphäre am Set der Bestseller-Adaption soll toxisch gewesen sein. Die Juristen erklären gegenüber People: "Ms. Lively ist entschlossener denn je, die Systeme aufzudecken, die hinter den Kulissen operieren, um Frauen zum Schweigen zu bringen und zu diskreditieren, die sich zu Wort melden." Justin bestreitet alle in der Klage erhobenen Vorwürfe und hatte im Januar auf die Anschuldigungen mit einer 400-Millionen-Dollar-Gegenklage (340 Millionen Euro) reagiert, die jedoch im Juni von Richter Lewis J. Liman abgewiesen wurde. Sein Anwalt Bryan Freedman sagt nun zu People: "Meine Mandanten sind zutiefst dankbar für die Unterstützung und die freundlichen Worte, die sie im vergangenen Jahr erhalten haben. Wir vertrauen darauf, dass sich die Wahrheit letztlich durchsetzen wird." Gleichzeitig verweist er auf globale Krisen und betont, man hoffe, dass die Aufmerksamkeit in dieser Jahreszeit vor allem jenen gelte, "die sie am dringendsten brauchen".
Abseits der juristischen Fronten blicken viele Fans mit gemischten Gefühlen auf die beiden Hauptfiguren des Streits, die am Set als kreatives Team begonnen hatten. Blake, die neben ihrer Karriere als Schauspielerin und Model immer wieder Einblicke in ihr Familienleben mit Ehemann Ryan Reynolds (49) und den gemeinsamen Kindern gibt, wurde in den vergangenen Monaten selten in der Öffentlichkeit zu dem Verfahren gesehen und überlässt das Wort weitgehend ihren Anwälten. Justin, der sich in den letzten Jahren auch als Regisseur und Produzent einen Namen gemacht hat, gilt privat als familiennaher Mensch und spricht in Interviews häufig über seine Rolle als Vater und darüber, wie wichtig ihm enge Beziehungen im eigenen Umfeld sind. Während die juristische Auseinandersetzung weiterläuft, versuchen beide offenbar, ihren Alltag mit Partnern, Kindern und Freunden so normal wie möglich zu gestalten – und inmitten der Schlagzeilen Raum für das zu behalten, was ihnen im persönlichen Leben wichtig ist.









