So wenig hat Anis Ferchichi mit dem Bushido-Image gemein
Bushido (47), einst gefeierter König des deutschen Gangsterraps, stand in den 2000er-Jahren wie kaum ein anderer für harte Beats, provokante Lyrics und unnahbare Straßenattitüde. Doch in der neuen Folge der RTL-Doku "Bushido & Anna-Maria – Alles auf Familie" zeigt sich die Rap-Legende erneut von einer ganz anderen Seite: geerdet, geläutert – gezähmt? Seine Frau Anna-Maria Ferchichi (44) bringt diese immer deutlicher werdende Diskrepanz zwischen der Bühnenfigur und dem Mann, der mit ihr auf dem heimischen Sofa sitzt, auf den Punkt: "Das eine hat mit der anderen Person nichts zu tun – nichts, minus null!", erklärt sie und fügt nüchtern hinzu: "Seine Reputation ist ihm Meilen voraus. Er ist häuslich. Er möchte nicht unter Menschen sein."
Bushido führt den Gedanken seiner Frau im Interview fort und reflektiert seine privaten Hörgewohnheiten. "Ich höre meine eigene Musik gar nicht so richtig. Ich höre auch gar keinen Rap zu Hause", gesteht der 47-Jährige. Offenbar fällt es ihm schwer, sich heute mit seinem früheren Werk zu identifizieren: "Es gibt Songs, da schäme ich mich nicht – das ist 'Alles wird gut' und 'Für immer jung'. Aber wenn dann ab und zu ein anderer Song läuft, tue ich so, als kenne ich den nicht." Eine ehrliche, fast schon schmerzhafte Einsicht, die Fans bewegt: "Ich finde das so traurig, dass er sich für seine eigene Kunst schämt", kommentiert etwa ein User auf X, während ein anderer Bushido schlicht als "größten Blender der Rapgeschichte" abkanzelt.
Trotz dieser Debatte um sein teils umstrittenes künstlerisches Erbe verzeichnete Bushido zuletzt Rekordumsätze. Mit seiner anstehenden Tour im nächsten Jahr, die sich großer Beliebtheit erfreut, hat er für einige ausverkaufte Konzerte sogar hochpreisige VIP-Tickets für eine exklusive Erfahrung verkauft. Im privaten Bereich hingegen scheinen die letzten Jahre nicht weniger turbulent gewesen zu sein: Die acht gemeinsamen Kinder könnten für Anna-Maria und den Rapper eine Herausforderung, aber auch der Anker ihrer Beziehung sein. Immer wieder betonen beide öffentlich, wie wichtig ihnen trotz der jüngst bekannt gegebenen Beziehungskrise ihre Familie ist.









