Finanzchaos um P. Diddy: Mitarbeiter warten auf Gehälter

Finanzchaos um P. Diddy: Mitarbeiter warten auf Gehälter

- Lisa Federschmidt
Lesezeit: 2 min

Rapper Sean "Diddy" Combs sorgt auch hinter Gittern für Wirbel: Während der 55-Jährige seine 50-monatige Haftstrafe im niedrig gesicherten Bundesgefängnis FCI Fort Dix in New Jersey verbüßt, melden sich plötzlich verärgerte Angestellte zu Wort. Einige Mitarbeiter und Anwälte, die an den zahlreichen Zivilklagen rund um Diddy arbeiten, sollen laut TMZ seit Wochen auf ihr Geld warten. Die Rede ist von unbezahlten Honoraren und Gehältern, eine Person soll deshalb bereits hingeworfen haben. Verantwortlich für den Geldfluss ist die Finanzfirma Tri Star Sports & Entertainment, die Diddys Millionenvermögen verwaltet und jede Ausgabe streng prüft.

Aus dem Umfeld des Musikstars heißt es, dass Tri Star den Geldhahn deutlich angezogen habe. Selbst Anwälte, die an den komplizierten Verfahren rund um Diddy arbeiten, sollen demnach auf Zahlungen warten. Auch andere Mitarbeiter, die bisher fest in seinem Kosmos verankert waren, sollen sich plötzlich mit offenen Rechnungen konfrontiert sehen. Doch Diddys Sprecher Juda Engelmayer widerspricht deutlich: "Menschen, Personal und Anwälte werden alle bezahlt, und niemand geht", erklärt er gegenüber TMZ. Auf die Frage, ob die Gehälter pünktlich fließen, betont er: "Sean Combs kontrolliert seine eigenen Finanzen. Jeder wird für seine Arbeit bezahlt, sobald sie erledigt und nach routinemäßiger Überprüfung bestätigt wurde." Klar ist aber: Ohne die Zustimmung von Tri Star läuft aktuell kaum etwas.

Selbst Diddys Familie bekommt den strengeren Kurs zu spüren. Auch seine Liebsten müssen mit einem festgelegten Budget auskommen und sich bei Extrawünschen an Tri Star wenden. Überschreiten sie das Limit, sind detaillierte Rechnungen fällig – mit ungewissem Ausgang. So soll ein Familienessen in New York City am Abend vor Diddys Urteilsverkündung zunächst abgelehnt worden sein, bevor die Finanzfirma die Kosten später doch noch erstattete. Trotz der finanziellen Fesseln pflegt der Rapper enge Kontakte nach draußen: Zu Weihnachten reiste sein Sohn Justin (32) ins Gefängnis, um den Tag mit seinem Vater zu verbringen. Der Musiker, der neben seiner Karriere als Rapper auch als Produzent und Unternehmer bekannt wurde, bleibt damit auch in Haft eng an sein Familienleben gebunden, während draußen um jeden Dollar gerungen wird.

P. Diddy, Rapper
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, Rapper
P. Diddy, September 2007
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, September 2007
P. Diddy, Rapper
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, Rapper
Wie findet ihr, dass Tri Star Diddys Ausgaben so streng deckelt – sogar bei der Familie?