WWM-Kandidatin ist den Tränen nahe und bekommt zweite Chance
Ein Joker-Drama, das unter die Haut geht: In der 3-Millionen-Euro-Woche von Wer wird Millionär? trat Grundschullehrerin Anna-Lena Spanier aus der Nähe von Rosenheim an – mit Herzklopfen, Mut und reichlich Nervenstärke. Zunächst lief alles glatt, doch bei 32.000 Euro stellte Günther Jauch (69) die Frage, welche berühmten Großväter ein am 17. September 2024 geborener Junge namens Ronin hat. Zur Wahl standen Bob Marley (†36) und Robby Naish, Freddie Mercury (†45) und Tom Brady (48), Kurt Cobain (†27) und Tony Hawk (57) sowie Prince (†57) und Dirk Nowitzki (47). Anna-Lena, bereits für das Finale qualifiziert, griff zu ihrem letzten Joker. Am Telefon riet ihr ein Bekannter mit fester Stimme zu Bob Marley und Robby Naish – "ich bin mir schon sehr sicher", sagte er. Die Kandidatin vertraute, zockte und verlor: Richtig wären Kurt Cobain und Tony Hawk gewesen. Die Folge: Absturz auf 500 Euro, Tränen nahe, ein entsetztes "Nein, scheiße", während Günther tröstete: "Das ist sehr schade. Das müssen Sie mit ihm durchsprechen."
Am Finalabend dann die überraschende Wende: Obwohl nicht qualifiziert, holte Günther Anna-Lena und drei weitere Gescheiterte aus dem Publikum zurück. Nach einer schnellen Auswahlfrage saß sie wieder auf dem Ratestuhl – und erklärte endlich das fatale Missverständnis. Ihr Telefonjoker hatte am Vortag offenbar "Rohan" statt "Ronin" verstanden, weil die Freisprecheinrichtung schlecht war. Der Gedanke: Rohan, ein Sohn von Bob Marley – und schon führte die Tonpanne geradewegs in die falsche Antwort. Anna-Lena nannte es später einen "blöden Zufall", ohne ihrem Freund einen Vorwurf zu machen. Diesmal durfte sie nur einen einzigen Joker nutzen. Ironie des Abends: Selbst der Zusatzjoker verleitete sie einmal zu einer falschen Spur, doch diesmal stoppte sie rechtzeitig – und kassierte am Ende 10.000 Euro.
Abseits des Zockens wurde deutlich, wie sehr Anna-Lena an diesem Abend mitfieberte. Die Mutter von drei kleinen Kindern wirkte zwischen Anspannung und Erleichterung hin- und hergerissen, atmete tief durch, schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf und rang um Fassung. Als Pädagogin, die im Alltag überlegte Entscheidungen trifft, zeigte sie auf dem Stuhl auch ihre spontane Seite und vertraute auf ihr Bauchgefühl – zuerst mit bösem Erwachen, dann mit Happy End light. Im Publikum drückten Bekannte die Daumen, Günther blieb zugewandt und geduldig, machte Mut und führte sie mit trockenen Hinweisen durch die heiklen Momente. Am Ende verließ Anna-Lena das Studio ohne Millionen, aber mit einer zweiten Chance, die sie zu Geld machte – und mit einer Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.











