Sehr verbunden: Jorge González ist stolz auf seine Wurzeln

Sehr verbunden: Jorge González ist stolz auf seine Wurzeln

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min

In Hamburg zeigt sich Jorge González (58) jetzt von einer besonders persönlichen Seite. Zwischen Blitzlichtgewitter und der Präsentation seiner eigenen Brillenkollektion spricht der beliebte Let's Dance-Juror über Mut, Heimat und die enge Verbindung zu seiner Familie. Im Gespräch mit RTL erinnert sich der 58-Jährige an seinen Start auf Kuba, an die Entscheidung, mit 17 die Heimat zu verlassen – und daran, wie sehr ihn genau dieser Schritt bis heute prägt. "Ich bin ein Kubaner. Ich habe gelernt, zu überleben", fasst Jorge seine persönlichen Erfahrungen zusammen.

Prägende Werte bekam Jorge von seinen Eltern mit, einem LKW-Fahrer und einer Floristin. Früh musste er eigene Entscheidungen treffen. Mit 17 verließ er seine Heimat, auch weil Homosexualität dort damals strafbar war. Umso mehr zählt für ihn, dass sein Vater später offen und gelassen auf sein Coming-out reagierte: "Ach, so ist das Leben. Ist doch eine natürliche Sache", zitiert RTL den Vater. Und weiter: "Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn. Auch weil er den Mut hatte, Kuba zu verlassen." Obwohl er einst aus Kuba floh, trägt Jorge seine Heimat tief im Herzen. Davon zeugt auch seine neue Brillenkollektion. Die schillernden Brillenmodelle sind für den Künstler mehr als reine Modeaccessoires – sie sind eine Liebeserklärung an seine Wurzeln. "Gestern Abend habe ich so gedacht: 'Schau dir das an. Du kommst aus Kuba. So lange hast du von dieser Kollektion geträumt. Jetzt ist sie da und du trägst deine Brille. Mama und Papa wären stolz gewesen'", erzählt Jorge im Interview.

Die familiäre Geschichte des Jurors war nicht immer von Nähe geprägt. Jorges Vater hielt ihn sogar zwei Jahre lang für tot. Der TV-Liebling hat in der Vergangenheit offen darüber gesprochen, wie lange er für seine Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen musste, während zu Hause auf Kuba große Unsicherheit herrschte. Umso mehr Gewicht hat für den Entertainer heute jede Geste von Anerkennung aus der Familie. Dass er nun sagen kann, seine Eltern wären stolz auf ihn, verbindet seine schillernde TV-Gegenwart mit der oft schmerzhaften Vergangenheit. Bei "Let's Dance" wirkt Jorge an der Seite von Motsi Mabuse (44) und Joachim Llambi (61) mittlerweile wie zu Hause, neckt vor laufender Kamera gerne den strengen Kollegen und betont doch, wie viel Respekt hinter den Sprüchen steckt. "Wir verstellen uns nicht vor der Kamera. Wir dürfen sein, wer wir sind. Und Llambi liebt das, er liebt es zu ärgern, aber wir mögen uns. Wir respektieren uns." Zwischen Jury-Flapsereien, High Heels und Glamour bleibt für ihn eines zentral: der Blick zurück auf die Wurzeln, die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. Fans dürfen Jorge schon bald wieder regelmäßig im TV bewundern. Die neue "Let's Dance"-Staffel startet am 27. Februar um 20:15 Uhr auf RTL.

Jorge González, Choreograf
Getty Images
Jorge González, Choreograf
Jorge González. "Die Verräter – Vertraue Niemandem!", 2025
RTL
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Die "Let's Dance"-Juroren Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi
RTL / Stefan Gregorowius
Die "Let's Dance"-Juroren Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi
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