Mädchenmorde vertuscht? Epsteins Ranch wird durchsucht
Die Ermittlungen rund um Jeffrey Epstein (†66) nehmen eine weitere düstere Wendung: In New Mexico prüfen Strafverfolger aktuell Hinweise, dass die Überreste zweier mutmaßlich missbrauchter Mädchen in den Hügeln nahe der berüchtigten "Zorro Ranch" vergraben sein könnten. Anlass dafür sind kürzlich vom US-Justizministerium freigegebene Akten, die einen erschütternden Hinweis enthalten. In einer anonymen E-Mail aus dem Jahr 2019 behauptete ein ehemaliger Mitarbeiter der Ranch, dass zwei "ausländische Mädchen" in den Hügeln nahe der Ranch vergraben worden seien. Wie unter anderem die Morgenpost berichtet, sollen die Mädchen laut der E-Mail "auf Anordnung von Jeffrey und Madam G." gestorben sein – wobei mit "Madam G." vermutlich Jeffreys langjährige Komplizin Ghislaine Maxwell (64) gemeint ist.
Die E-Mail war ursprünglich an den Radiomoderator Eddy Aragon gerichtet worden, der sie nach eigenen Angaben sofort an die Bundespolizei FBI weiterleitete. Trotzdem wurden die Ermittlungen 2019 auf Weisung der Staatsanwaltschaft des Southern Districts in New York eingestellt – eine Entscheidung, die bis heute ungeklärt ist. Während Jeffreys Anwesen in New York und seine Privatinsel in der Karibik durchsucht wurden, blieb das fast 8.000 Hektar große Areal in New Mexico unangetastet. Nun kündigte Staatsanwalt Raúl Torrez an, dass Sonderermittler und Staatsanwälte "umgehend Zugang zur vollständigen, ungeschwärzten Bundesakte beantragen" werden. Mehrere Frauen haben in der Vergangenheit in Gerichtsprotokollen ausgesagt, auf der Ranch als Minderjährige missbraucht worden zu sein.
Das 1993 von Jeffrey erworbene Anwesen in den Sangre de Cristo Mountains war Berichten zufolge ein zentraler Ort in seinem Missbrauchsnetzwerk. Zu den Gästen auf der Ranch sollen prominente Persönlichkeiten wie Woody Allen (90), Noam Chomsky und Andrew Mountbatten-Windsor (66) gezählt haben. Die Ranch, auf der es neben der Hauptvilla auch eine Landebahn und einen Hubschrauberlandeplatz gab, wurde inzwischen von einem Milliardär gekauft und in "San Rafael" umbenannt. Der heutige Besitzer signalisiert laut US-Medien volle Kooperation.






