Melanie Müller legt ein Pleite-Geständnis vor Gericht ab
Melanie Müller hat sich im Berufungsprozess vor dem Landgericht Leipzig offen zu ihrer finanziellen Lage geäußert. Wegen des Vorwurfs, bei einem ihrer Konzerte auf der Bühne den Hitlergruß verwendet zu haben, war die Schlagersängerin zuvor verurteilt worden. Melanie, die den Vorwurf weiterhin bestreitet, schilderte, wie sie heute für 1.500 Euro brutto im Monat bei einer Camping- und Gastronomie-GmbH in der Eventplanung arbeitet. Laut Bild habe die 37-Jährige vor Gericht erklärt, dass sie sich auch von ihrem neuen Partner und ihren Eltern unterstützen lassen muss. "Das ist nicht so schön mit 37", sagte sie während der Verhandlung und machte damit klar, wie sehr sie die Situation belastet.
Die Richterin verurteilte die Sängerin in zweiter Instanz wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu 70 Tagessätzen à 50 Euro, insgesamt 3.500 Euro – deutlich weniger als die zuvor verhängten 80.000 Euro aus der ersten Instanz. Während der Verhandlung legte Melanie eine detaillierte Pleite-Beichte ab: Einnahmen aus Streamingdiensten hätten ihr im gesamten Jahr 2025 gerade einmal 50,41 Euro eingebracht. Auftritte seien in vielen Regionen weggebrochen, besonders in Österreich. Sommerauftritte auf Mallorca hätten nur rund 3.000 Euro monatlich eingebracht. Ob diese Angaben stimmen, bleibt unklar. Die Sängerin sprach von fast 200.000 Euro Schulden – 150.000 Euro beim Finanzamt, 41.000 Euro bei weiteren Gläubigern. Ihr Haus in Leipzig sei in der Zwangsvollstreckung.
Die Reality-TV-Bekannte, die einst durch ihre Dschungelkrone und zahlreiche Party-Auftritte zwischen Deutschland, der Schweiz, Österreich und Mallorca von Bühne zu Bühne hetzte, organisiert derzeit mit ihrem Ex-Mann die Betreuung der beiden Kinder im Wechselmodell. Unterhalt erhalte sie nach eigenen Angaben nicht. Die Vorwürfe gegen Melanie begannen im Herbst 2022, als Videoaufnahmen von einem Konzert in Leipzig auftauchten, die sie in einer strittigen Armbewegung zeigen. Melanie selbst argumentierte damals, es habe sich um eine harmlose Animation des Publikums gehandelt. Die Sängerin betonte im Gerichtssaal, dass der laufende Prozess und die öffentliche Diskussion um den damaligen Auftritt für sie nicht nur berufliche Einbußen, sondern auch spürbare Einschnitte in das Familienleben und die finanzielle Sicherheit bedeutet hätten.






