Darum mussten Fans vier Jahre auf "Euphoria"-Staffel warten

Darum mussten Fans vier Jahre auf "Euphoria"-Staffel warten

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min

Vier Jahre lang wartete die Fan-Community, jetzt ist klar: Im April 2026 geht es mit Euphoria weiter – und der vor Kurzem veröffentlichte Trailer entfacht die Vorfreude. HBO Max ist zum perfekten Zeitpunkt in Deutschland und Österreich gestartet, die neue Staffel läuft dort an. Was ist passiert, dass es so lange dauerte? Hinter den Kulissen kam vieles zusammen: gestoppte Produktionen, umgeschriebene Drehbücher, volle Terminkalender. Zendaya Coleman (29) führt das Ensemble erneut an, Serienschöpfer Sam Levinson sitzt wieder fest im Sattel, und die Aufnahmen liefen schließlich von Februar bis November 2025. Der Startschuss ist also gesetzt – mit neuem Ton und frischem Setting.

Die Lage war komplizierter als eine bloße kreative Pause. 2023 stand Hollywood still: Die Streiks der WGA und von SAG-AFTRA bremsten Drehbücher und Drehs aus, "Euphoria" inklusive. Parallel wurden Skripte wieder und wieder überarbeitet, während Sam nach seiner Serie "The Idol" zurückkehrte und die Richtung schärfte. Dazu kam der dichte Kalender von Zendaya, die zwischen Filmen, Presseterminen und Modekampagnen pendelte – die Koordination des Casts wurde zum Puzzle. Schwer wog auch der Verlust von Angus Cloud (†25), der Fezco spielte, sowie Produzent Kevin Turen. Das Team musste trauern und zugleich die Produktion neu sortieren. Inhaltlich zieht die Serie die Reißleine und springt fünf Jahre nach vorn: Rue gerät im neuen Zeitstrang in Mexiko in Schuldennot, weil ein alter Koffer voller Geld wieder Thema wird. Cassie lebt mit Nate im Vorort, die Verlobung steht – Sam kündigt eine "unvergessliche" Hochzeitsnacht an. Jules studiert Kunst und kämpft mit Selbstzweifeln, Maddy arbeitet in Hollywood bei einer Talentagentur, Lexi assistiert einer Showrunnerin.

Abseits der Plotpunkte hält die Serie ihren Ruf als popkulturelles Stimmungsbarometer. Der Ton wird ernster, die Figuren sind älter, und die Dynamiken wirken kantiger – auch, weil die Zeit die Beziehungen verändert hat. Für viele Fans war die Durststrecke seit dem Ende der zweiten Staffel Anfang 2022 lang, doch das Serienuniversum blieb präsent: Diskussionen über Stil, Musik und die ikonische Ästhetik rissen in den sozialen Medien nie ab. Wer den Trailer jetzt mehrfach abspielt, achtet nicht nur auf das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, sondern auch auf die Zwischentöne – Blicke, Gesten, kurze Split-Seconds, die andeuten, wie tief die Risse geworden sind. Acht Folgen sind erneut geplant, und das April-Fenster steht: Der Countdown läuft, diesmal ohne Pause-Taste.

Zendaya Coleman in "Euphoria"
Imago
Zendaya Coleman in "Euphoria"
Sam Levinson, Regisseur
Getty Images
Sam Levinson, Regisseur
Der "Euphoria"-Cast bei der Premiere im Juni 2019
Getty Images
Der "Euphoria"-Cast bei der Premiere im Juni 2019
Vier Jahre Pause, neuer Trailer: Wie wirkt die dritte Staffel von "Euphoria" auf euch?