Sami Slimani reagiert auf hasserfüllte Kommentare im Netz
Sami Slimani (35) macht öffentlich, was ihn seit Wochen in den Kommentaren verfolgt: Unter seinen Posts auf Social Media häufen sich Nachrichten mit der Formulierung "2–3 Jahre Dagestan". Der Social-Media-Star spricht in einem neuen TikTok-Clip darüber, was dahintersteckt und warum ihn das nicht kaltlässt. In dem Video erklärt der Influencer, dass er zunächst selbst nachschlagen musste, was mit Dagestan gemeint ist, und schildert, wie ihn die Flut solcher Botschaften erreicht hat. Die Kommentare treffen ihn dort, wo er täglich aktiv ist: in seinen Feeds, in den DMs, unter Reels und Clips – laut Sami seit einiger Zeit und immer wieder, meist anonym und in Gruppenpostings.
In dem Clip ordnet Sami den Code ein: Dagestan werde auf Social Media benutzt, um Männern eine "Umerziehung" im Sinne eines harten, cis-heteronormativen Männlichkeitsbildes anzudrohen – verbunden mit Gewalt, Demütigung und Strafe für alle, die nicht in das vermeintlich ideale Bild passen. Als jemand, der Inhalte zu Matcha, Fashion und Hautpflege teilt, stehe er genau für das, was manche ablehnen. "Glaubt mir, ich weiß, wie schädlich das ist", sagt er, und fragt: "Was passiert mit den ganzen Jugendlichen, die so was lesen und sich denken, sie müssen sich verstecken und härter werden?" Zum Schluss bleibt er bei sich: "Wenn mich das Nicht-Mann-genug-Sein hierhin gebracht hat, dann sei es drum. Dann bin ich halt nicht Mann genug." Unter dem Clip sammeln sich unterstützende Stimmen wie "Bleib, wie du bist" und "Lass dich nicht ärgern", berichten Fans und danken zugleich für die Aufklärung über den queerfeindlichen, misogyne Codes verschleiernden Begriff.
Bereits vor acht Monaten sprach Sami darüber, wie sehr sich sein Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewandelt hat. Aus "Herr Tutorial" wurde längst ein vielseitiger Unternehmer mit Wohnsitz in Dubai. "Ich verdiene mein Geld heute als Unternehmer, Content Creator, Berater und Investor", erzählte der Content Creator damals gegenüber Bild. Zu seinen Standbeinen zählen Beteiligungen an Immobilien und gleich zwei gegründete Firmen – eine in Dubai, eine in Katar. Die Entscheidung für das Leben im Ausland fiel Sami nicht leicht. Die Stadt habe ihm laut eigener Aussage die besten Voraussetzungen geboten, sich beruflich und privat weiterzuentwickeln: "Natürlich bringt ein solcher Schritt auch Herausforderungen mit sich, vor allem emotional. Und klar, finanzielle Aspekte spielen dabei auch eine Rolle. Es wäre nicht ehrlich zu sagen, dass Geld keine Motivation ist."







